Hürden für WLan in der Innenstadt

Dinslaken..  Freie Internet-Zugänge bieten schon viele größere Städte und Einkaufszentren an. Das soll auch auf der Neustraße, auf der Duisburger Straße und auf dem Altmarkt möglich sein. Jedenfalls ist es ein Projekt, an dem das Team um Wirtschaftsförderin Svenja Krämer seit Monaten arbeitet. Damit ein solches Netz aufgebaut, gewartet und finanziert werden kann, benötigt die Stadt Partner. Die Zwischenbilanz, die Svenja Krämer in einem Gespräch mit der NRZ zog, fällt allerdings ein bisschen nüchtern aus. „Je tiefer man in das Thema einsteigt, desto komplexer wird es“, sagt sie. Vieles sei zu beachten.

Es gibt verschiedene Anbieter solcher öffentlicher Internetzugänge. Einige haben ihre Server im Ausland stehen, das müsse rechtlich geprüft werden. Die Frage nach der Haftung müsse geklärt werden. ,,Andere Kommunen hätten ähnliche Probleme“, weiß Krämer. Und es gebe auf diesem Sektor viele private Dienstleister, die Pakete anbieten: Von den Routern über die Installation der Geräte bis hin zur Wartung. Das alles ist natürlich mit Kosten verbunden. Krämer hat mit Einzelhändlern und Gastronomen darüber gesprochen. „Das Interesse ist sehr zurückhaltend“, fasst sie die Ergebnisse dieser Gespräche zusammen. Deshalb sei ein flächendeckendes Netz in der Innenstadt erst in einem zweiten Schritt möglich. Krämer versucht nun, kostenfreie Internetzugänge für Besucher der Innenstadt an zwei Standorten einzurichten. Die Zahl der zu installierenden Router, die nötig sind, damit sich Besucher mit ihrem Smartphone oder Tablet-PC ins Internet einwählen können, hänge von der Größe des Bereiches ab, in dem das freie WLAN angeboten wird. Würden dafür zwei, drei Geräte benötigt, fielen 100 bis 150 Euro Kosten an, pro Monat, wie Krämer sagt. „Wenn sich mehrere zusammentun, lässt es sich finanzieren.“ Die Händler und Gastronomen müssten sehen, dass sich das Angebot lohne, weil sich dadurch die Aufenthaltsdauer der Kunden erhöhen lasse.