Hünxe schafft Wohnraum für Flüchtlinge

Hünxe..  Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland und damit in die Gemeinde, die Schwierigkeiten hat, sie unterzubringen. 85 Flüchtlinge leben - Stand vergangene Woche - in Hünxe. Im Vergleich: 2012 waren es nur 25.

Nach Angaben der Verwaltung rechnet man damit, dass die Zahl derer, die hierzulande Schutz vor Terror, Krieg und Verfolgung suchen, in diesem Jahr noch einmal um 25 Prozent ansteigen wird. Wie viele von ihnen nach Hünxe kommen, kann derzeit niemand sagen. Fest steht aber, dass es nicht genug Unterkünfte in der Gemeinde gibt.

Zwischenlösungen

Vorübergehend soll daher die alte Schule am Gottfried-Hesselmann-Platz in Bruckhausen Flüchtlinge beherbergen und zudem das evangelische Pfarrhaus in Bruckhausen. Das schlägt die Gemeindeverwaltung den Fachausschüssen vor.

Derzeit sind die Flüchtlinge an den Hünxer Standorten Im Sand und In den Elsen untergebracht, außerdem an der Gahlener Straße in Gartrop und in Bruckhausen am Sternweg. Doch die Unterkünfte sind nahezu ausgelastet. Eine Anmietung von Wohnraum wird das Problem nach Einschätzung der Verwaltung nicht lösen können.

Die Arbeiterwohlfahrt hat die Nutzung der alten Schule am Gottfried-Hesselmann-Platz Ende vergangenen Jahres gekündigt. Laut Verwaltung sind diese Räume geeignet, um Menschen dort unterzubringen. Sie müssten nur geringfügig umgebaut werden.

Das geschieht derzeit und wird Ende des Monats beendet sein. Die Verwaltung rechnet mit einem Aufwand von rund 15 000 Euro.

Auch das evangelische Pfarrhaus in Bruckhausen, das die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hat, sei mit nur geringem Aufwand für diesen Zweck herstellbar.

Befristete Lösung

25 Menschen können in beiden Gebäuden unterkommen. Es sei aber eine befristete Lösung, weil die Häuser einer Bebauung am Danziger Platz weichen müssten.

Doch die Gemeinde arbeitet auch an dauerhaften Lösungen. Derzeit laufen Planungen, um das Gebäude am Sternweg um rund zwölf Plätze zu erweitern und die Unterkünfte an der Dorstener Straße 46 zu reaktivieren, wo etwa 20 Menschen untergebracht werden könnten. Beide Baumaßnahmen könnten in der Zeit der Übergangslösung fertig werden. Zumindest der Bedarf, der in nächster Zukunft auf Hünxe zukommt, könne auf diese Weise gedeckt werden, so die Verwaltung. Aber es sei nicht auszuschließen, dass weitere Unterkünfte geschaffen werden müssen.