Hohe Verantwortung

Aus welcher Motivation heraus der anonyme Mailschreiber angebliche Probleme bei der Realisierung des Feuerwehrgerätehauses anprangert, lässt sich schwerlich sagen. Sollte nicht die Sorge um die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr sein Motor sein, würde er in der Tat grob fahrlässig handeln. Nur eines muss auch klar sein: Die Stadt, die jetzt in der Person ihres Planungsdezernenten den Behauptungen energisch entgegen tritt, wird sich am Ende an ihren Aussagen messen lassen müssen, nämlich dann, wenn das neue Feuerwehrgerätehaus nicht nur im „Feldversuch“, sondern in der Praxis bestehen muss. Die Kommune trägt als Behörde, die den Bauantrag genehmigt, Sorge dafür, dass der Feuerwehr an dem ausgesuchten neuen Standort das Optimum an Rahmenbedingungen geboten wird, die ihr einen reibungslosen Einsatzablauf garantieren. Der Friedrichsfelder Löschzug zieht eben gerade auch mit Blick auf die Einsatzzeiten von der Böskenstraße an die B 8. Von der günstiger gelegenen Fläche an der Bundesstraße ließen sich aufgrund der ausgeglichenen Entfernungen sowohl der westliche als auch der östliche Ortsteil von Friedrichsfeld optimal versorgen, führt die Stadt selbst als Begründung an. Die nun zunächst einmal nicht vorgesehene zusätzliche Ampelschaltung wirft mit Blick auf mögliche Staus die Frage auf, ob die Feuerwehr problemlos wird ausrücken können und der Standortvorteil damit nicht verloren ginge.