Hilfe für herzkranke Kinder

Dinslaken..  Rund drei Wochen haben zwei Friedensdorf-Mitarbeiterinnen in Zentralasien verbracht. Gemeinsam mit den jeweiligen Partnern vor Ort wurden Land und Leute besucht sowie laufende Projekte erkundet und neue Projektideen initiiert.

Obwohl Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan eine gemeinsame sowjetische Vergangenheit haben, unterscheiden sich die drei Länder nicht nur in geografischer Hinsicht. Tadschikistan war die erste Station der Dienstreise und gilt als das ärmste Land in Zentralasien. Den beiden Friedensdorf-Mitarbeiterinnen und den einheimischen Partnern wurden viele Kinder mit angeborenen Hüftproblemen vorgestellt - offenbar eine Folge der vielen Hausgeburten, oft ohne fachliche Unterstützung. Wichtig wäre laut Friedensdorf eine ausreichende orthopädische Versorgung im Land. Medizinische Hilfe ist aber nur gegen Bezahlung zu bekommen - die zahlreiche arme Familien nicht aufbringen können.

In Kirgistan wurde das Friedensdorf-Team von einem usbekischen Arzt und langjährigen Partner begleitet. Erst seit 2013 besteht die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Friedensdorf und der kirgisischen Organisation „Together for Health“, weswegen Arbeitsabläufe erst allmählich etabliert werden müssen. Trotz der noch relativ jungen Arbeitsweise im Land zeigten sich die Friedensdorf-Mitarbeiterinnen beeindruckt von den akribisch vorbereiteten Sitzungen, in denen viele erkrankte Kinder vorgestellt und einige die Zusage für eine Behandlung in Deutschland erhielten. Ebenso wurden Eltern über den Zustand ihrer Kinder informiert, die noch im Friedensdorf sind. Wie in vielen Ländern unterscheiden sich auch in Kirgistan die Versorgungsmöglichkeiten in der Hauptstadt stark von denen in ländlichen Regionen. Fachärzte und gut ausgestattete Praxen sind auf dem Land kaum zu finden. Vielleicht können die Projektideen, die vom Friedensdorf und der kirgisischen Partnerin gemeinsam entwickelt wurden, zukünftig die schwierige medizinische Versorgungssituation ein wenig verbessern.

In Usbekistan wurde die Zusage für ein neues Projekt erteilt. Herzkranke Kinder können zukünftig mit Hilfe der Finanzierung des Friedensdorfes in der Ukraine von ansässigen Spezialisten operiert werden. Anderen Kindern mit sehr komplexen Krankheitsbildern machte das Friedensdorf-Team eine Zusage für eine medizinische Behandlung in Deutschland. Sie werden mit dem nächsten großen Charterflug im August kommen.