Häuslebau in Lohberg startet

Dinslaken..  Der sicherste Ort in einem Bergbaurevier zu bauen, sei der direkt über dem Zechengelände, versprach Bernd Lohse, Projektmanager der RAG Montan Immobilien, einem besorgten Häuslebauer. Dort sei nämlich gar nicht abgebaut, sondern es seien nur die Zuwege geschaffen worden. Das Senkungsverhalten dort ist längst abgeklungen, stimmte ihm Christoph Happe von der RAG MI. „Sollten dennoch wieder Erwartens Bergschäden auftreten, zahlt die RAG“, so Happe.

Rund 120 Bürger und Bürgerinnen waren dem Aufruf zur Infoveranstaltung mit Baustellenbesichtigung zum neuen Wohnquartier auf dem alten Zechengelände in Lohberg gefolgt. Viele von ihnen mit deutlichem Bau- bzw. Kaufinteresse. Und so pries dann Bernd Lohse das künftige Wohngebiet auch in den höchsten Tönen an. Eingebettet in die grüne Haldenlandschaft, soll sich das neue Wohnquartier in seinem großzügig angelegten Gebäudeensemble dem Muster der historischen Gartenstadt anpassen. Mit viel öffentlichem Grün, architektonischen Elementen und einheitlicher Ausprägung, die allerdings noch Freiraum für Individualität lasse, so Lohse.

Rund 450 Quadratmeter groß sollen die Grundstücke sein und ca. 200 Wohneinheiten umfassen, mit einer Vielfalt an Häusertypen und kreativen Wohnformen sowie Innenhöfen, geplant als Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Geschosswohnungsbau. 250 Euro pro Quadratmeter kosten die Flächen. Sicherer Boden, wie Lohse versichert. Altlasten gebe es dort nicht.

In sechs Teilquartieren mit Anliegerstraßen sowie Fuß- und Radwegen sei das Wohngebiet unterteilt. Die Geschossbebauung in verschiedenen Höhen beginnt an der Hünxer Straße, eine Terrassenbebauung schließt sich zum Bergpark an, verdichtetes Wohnen in der klassischen Art mit Reihenhäusern, aber auch Raum für freistehende Einfamilienhäuser werde es geben. Alle Häuser sollen energieeffizent sein. Sonnenenergie werde genauso genutzt wie Grubengas, Windenergie oder Wärmepumpen. Die zusätzlichen Mehrkosten für die Umstellung auf die neuen Energien, amortisierten sich recht schnell, so Lohse auf die Fragen einer Interessentin.

Nur eine Frage blieb schließlich bei der Begehung noch offen – die Nordtangente, die, sollte sie jemals gebaut werden, rund ums Wohnquartier führen wird. „Ein Schutzwall ist bereits mit Abschluss der Arbeiten am Wohnquartier vorhanden“, so Happe. Wann und ob die Tangente gebaut wird, das entzog sich auch seiner Kenntnis.