Gute Laune trotz des Wetters
05.12.2010 | 18:26 Uhr 2010-12-05T18:26:00+0100Dinslaken. Humor ist wenn man trotzdem lacht, und so versuchten sich die Teilnehmer an den weihnachtlichen Ständen auf dem Lohberger Nikolausmarkt fröhliche Gedanken zu machen.
„Ich hatte so gehofft, dass der Schnee liegen bleibt. Doch heute morgen...“, fasst Reiner Freikamp vom Segelclub Babcock zusammen, was wohl alle Marktbestücker erhofft haben. Denn bei ständigem Regen macht auch der ansonsten schöne multikulturelle Nikolausmarkt keinen wirklichen Spaß. Am frühen Morgen hatten die Organisatoren im Forum Lohberg noch überlegt, ob sie ihn schweren Herzens absagen sollten. Doch auch der Johannesplatz war eisfrei, die Teilnehmer guter Dinge und so startete man frohgemut mit immerhin 27 von 30 angemeldeten Vereinen, Institutionen und Einzelpersonen. Da ist Lob angebracht. Und bis auf die Feuershow, kam auch das Rahmenprogramm mit Pont Neuf, der Muse-Kindertanzgruppe, den Turmbläsern, der türkischen Folklore-Musik, den Fudies und Kathrin Lerch und Annika Becker zustande. Zeltplane an Zeltplane reihten sich die einzelnen Stände entlang des Marktplatzes, da verkauften die Südtiroler Käse und Brot aus der Heimat neben den Mitgliedern der Arrahma-Moschee, die ihrerseits arabische Köstlichkeiten und Tee anboten, Folienkartoffeln und Kuchen gab’s beim Segelclub, Manti, Lokum und Waffeln bei der Gruppe Folklore Ay-Yildiz. Amnesty International und das Frauenforum boten gebrauchtes Spielzeug, Taschen, Schals, Bücher und mehr feil, und die Fußballjugend Friedrichsfeld verkaufte selbst gestrickte Socken. Ob da wohl die Mütter am Werke waren? Lichterkugeln, Windlichter, Weihnachtsdeko, Tiffany Glückwunschkarten und mehr, vieles geht ob des Regens einfach unter. Auffallend allerdings der Stand des Hiesfelder Krippenbauers mit seinen handwerklichen Kunstwerken. Doch kaufen, das fällt den Leuten ob des Wetters schwer. Lediglich an den zahlreichen Ständen mit lukullischen Köstlichkeiten knubbeln sich die Besucher, überraschend viele muslimische Gäste tummeln sich heuer auf dem Nikolausmarkt. „Kein Wunder“, so Stadtverordneter Remzi Ugur, „der Nikolaus ist schließlich Türke. Ich sag’ ja immer, das war der erste Gastarbeiter in Deutschland.“
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