Gespanntes Warten auf den Ratsbeschluss

UBV-Mitglieder überreichten Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann die Unterschriften (v.l.): Bastian Brücker, Jutta Kathöwer, Ulrich Kemmerling und Volker Berenthien.
UBV-Mitglieder überreichten Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann die Unterschriften (v.l.): Bastian Brücker, Jutta Kathöwer, Ulrich Kemmerling und Volker Berenthien.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Mitglieder der UBV überreichten Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann 370 Listen mit 3360 Unterschriften zum Bürgerbegehren gegen die Erhöhung der Aufsichtsratsgehälter.

Dinslaken..  „Wir warten jetzt gespannt auf den Ratsbeschluss am 24. März, wenn unser Anliegen in die Tagesordnung aufgenommen wird.“ Mitglieder der Unabhängigen Bürgervertretung (UBV) um Vorsitzenden Ulrich Kemmerling überreichten gestern Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann im Stadthaus einen dicken Ordner. Darin enthalten waren 370 Listen mit 3360 Unterschriften Dinslakener Bürger, die das Bürgerbegehren gegen eine Erhöhung der Aufsichtsratsgehälter unterstützen.

Und es können noch mehr werden. „Wir sammeln auch in den nächsten Tagen an unseren vielen Stationen im Stadtgebiet weiter und rechnen am Ende mit knapp 4000 Unterschriften. Den Rest reichen wir nach. Wir sind sehr ordentlich“, so Ulrich Kemmerling beim Übergabetermin.

Christa Jahnke-Horstmann hieß die UBV-Delegation mit Ulrich Kemmerling, Volker Berenthien, Bastian Brücker und Jutta Kathöwer herzlich willkommen, bedankte sich artig und versprach, die Unterschriften zum Bürgerbegehren „zügig zu prüfen“. Sie verwies zudem auf die gemeinsame Ankündigung von SPD und CDU, die bereits vom Rat seinerzeit beschlossene Erhöhung der Bezüge wieder zurücknehmen zu wollen. „Mit einem Antrag auf Aufhebung erledigt sich dann das Bürgerbegehren möglicherweise. Ich gehe davon aus, dass der Antrag kommt.“

„Unsere Unterschriftensammlung war eine rundum spannende Sache. Die große Resonanz hat uns förmlich erschlagen“, berichtete Volker Berenthien der Dezernentin. „Viele Bürger brauchen offenbar eine Anregung, um sich zu äußern.“ Manche hätten sich auch an den UBV-Ständen vor Ort die Listen geholt und privat weitere Unterschriften gesammelt.

Kein gutes Klima im Rat

„Das Bürgerbegehren hat in der Tat viele Menschen bewegt“, habe auch sie festgestellt, aber: „Das Klima zwischen den Fraktionen im Rat hat sich seitdem auch nicht positiv entwickelt“, sagte Jahnke-Horstmann. Und sie forderte: „Wir brauchen wieder eine gute Zusammenarbeit. Es sollte jetzt Normalität einkehren.“

Ulrich Kemmerling reagierte sofort: „Wir haben den Antrag auf Aufnahme in die Tagesordnung gestellt und werden kein weiteres Öl ins Feuer gießen.“ Aber einen Hinweis in Richtung der beiden großen Fraktionen konnte sich der UBV-Vorsitzende dennoch nicht verkneifen: „Wer austeilt, muss auch einstecken können.“