Gesamtschule: FDP-Ratsherr sieht Gefahr erneuter Auflösung

Voerde..  Die 162 Anmeldungen an der neuen städtischen Gesamtschule Voerde als ein deutliches Ergebnis und, wie Schuldezernentin Simone Kaspar es getan hat, als eine „Bestätigung der Richtigkeit des Ratsbeschlusses“ einzuschätzen (die NRZ berichtete), ist nach Ansicht von FDP-Ratsmitglied Bernhard Benninghoff eine „zu hoch bewertete Beurteilung“. Nach der Entscheidung, die örtliche Realschule sukzessive aufzulösen, hätten die Eltern der angemeldeten Kinder „praktisch nur die Wahl zwischen dem Gymnasium und der Gesamtschule“ gehabt, wendet der Liberale ein und fragt: „Wie hätte das Ergebnis wohl ausgesehen, wenn die Gesamtschule in Konkurrenz zu der ausgezeichneten Realschule hätte treten müssen?“

Benninghoff wähnt die Schullandschaft in Voerde auf Dauer keineswegs als gesichert. Der FDP-Ratsherr hält es angesichts der erforderlichen Vierzügigkeit von Gesamtschulen und der „wesentlich schwächeren Jahrgänge“, die folgen, für sehr fraglich, ob „es dann noch vierzügige Gesamtschulen in Voerde und Hünxe gibt“. Benninghoff glaubt, dass „Hünxe dann „nicht nur wegen des guten Rufes seiner Gesamtschule den Vorrang haben“ wird, sondern auch, „weil die Gesamtschule dort nicht Not leidend werden darf, wie von der Bezirksregierung ausdrücklich erklärt worden ist“.

Der Liberale zeichnet ein Negativ-Szenario, wonach „Voerde das Nachsehen haben“ wird, wenn dort keine Vierzügigkeit mehr erreicht wird. Es müsse erneut mit der Auflösung dieser Schule gerechnet werden, so dass Voerde dann weder eine Gesamt- noch eine Realschule mehr haben werde. Diese Gefahr hält Benninghoff nicht nur für „theoretisch“, sondern angesichts des errechneten Kinderrückgangs für „sehr realistisch“.