Gemeinsame Ziele der Gruppe „Bahnlärm“

Vom Bahnlärm sind viele Menschen in Voerde und Dinslaken betroffen.
Vom Bahnlärm sind viele Menschen in Voerde und Dinslaken betroffen.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
MdB Dirk Vöpel (SPD) für „Flüsterbremsen“

Voerde/Dinslaken..  Die zunehmende Belastung durch Bahnlärm ist ein Problem, das auch vielen Menschen in Voerde und Dinslaken auf den Nägeln brennt. So gehören tausende Anwohner zu den Hauptbetroffenen des Ausbaus der Betuwe-Linie. Der SPD-Bundestagsabgeordnete für Dinslaken, Dirk Vöpel, freut sich, dass es im Deutschen Bundestag ab sofort eine große, parteiübergreifende „Koalition“ von knapp 90 Abgeordneten gibt, die intensiv am Problem „Bahnlärm“ arbeiten wird.

Dirk Vöpel war der Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ sofort beigetreten. Bei der konstituierenden Sitzung in dieser Woche herrschte über die Parteigrenzen hinweg große Einigkeit über die gemeinsamen Ziele, die in einem Eckpunktepapier fixiert wurden. Auch eine enge Zusammenarbeit mit der Parlamentarier-Gruppe „Schienenverkehr“ wurde angekündigt.

„Lärm belastet zunehmend die Menschen. Neben wirtschaftlichen Schäden wie dem Wertverlust von Immobilien oder der Beeinträchtigung des örtlichen Tourismus sind vor allem die gesundheitlichen Belastungen bei den Betroffenen ein großes Thema“, so Vöpel. Die Belastung durch Bahnlärm sei in den letzten Jahren immer größer geworden und an vielen Orten einfach nicht mehr zumutbar. „Wir sind nicht gegen die Bahn!“, betont der Abgeordnete, aber man müsse mehr für den Lärmschutz tun.

Ein Ziel der Gruppe sei, dass Güterwagen schneller mit sog. „Flüsterbremsen“ ausgestattet würden. Dabei poche die Gruppe auf eine genaue Umsetzung des Koalitionsvertrages: wenn bis 2016 das 50-Prozent-Ziel bei den leisen Bremsen nicht erreicht sei, haben die Regierungsfraktionen angekündigt, „noch in dieser Wahlperiode zum Beispiel Nachtfahrverbote für nicht umgerüstete Güterwagen“ zu verhängen.

„Es geht uns nicht um Parteipolitik, sondern um ein Anliegen, das für die Lebensqualität der gesamten Region von größter Bedeutung ist“, sagte Vöpel weiter.