Gemeinsam Flüchtlinge betreuen

Neujahrsempfang in St. Elisabeth Friedrichsfeld (vl.): Günter Albers, Anna Kuhlmann, Heinz von de Velden, Pastor Wilhelm Kolks, Hasan Gördü, Sürün Gürsel.
Neujahrsempfang in St. Elisabeth Friedrichsfeld (vl.): Günter Albers, Anna Kuhlmann, Heinz von de Velden, Pastor Wilhelm Kolks, Hasan Gördü, Sürün Gürsel.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Katholische Kirche möchte mit der türkischen Gemeinde Friedrichsfeld kooperieren, hieß es beim Neujahrsempfang in St. Elisabeth. Jugendarbeit wird 2015 ein weiteres Thema sein.

Voerde..  Ganz im Zeichen der Begegnung und des Miteinanders stand gestern nach dem morgendlichen Gottesdienst in St. Elisabeth Friedrichsfeld der Neujahrsempfang der Pfarrei St. Peter und Paul, zu dem zahlreiche Gemeindemitglieder auf Einladung des Ortsauschusses in das Maximilian-Kolbe-Haus gekommen waren. Heinz van de Velden, Sprecher des Ortsauschusses St. Elisabeth, blickte auf das vergangene Jahr zurück, erinnerte an den Gemeindekarneval, der auch 2015 wieder stattfinden wird, an das Pfarrfest, das viele Besucher angelockt hatte und dessen Erlös der Partnergemeinde in Jamboi in Ghana zu Gute gekommen ist für den Aufbau einer Schule, sowie an das 90-jährige Bestehen der kfd und das Fest der KAB. Die dort gesammelten Spenden gingen an ein Kinderhospiz.

Pfarrer Wilhelm Kolks würdigte das Engagement der Gemeindemitglieder: „Schön, dass sich immer Leute finden, die sich engagieren, denn ohne sie geht es nicht.“ Kirche sei nicht nur für zentrale Dinge da, sondern auch für den Dienst an der Gemeinschaft. So stehe beispielsweise das Maximilian-Kolbe-Haus vielen verschiedenen Gruppierungen offen. Damit griff Kolks den Appell, auf die Straße zu gehen, auf.

Mit Gottesdienstzeiten zufrieden

Zuvor hatte Johannes Reinholz die Ergebnisse der Besucherumfrage zu den Gottesdienstzeiten vorgestellt und bei der Auswertung angemerkt, dass die Gemeinde für die Zukunft frischen Wind und mehr junge Leute brauche. In Anlehnung an ein Zitat von Papst Franziskus appellierte Reinholz, die Gemeinde und die Kirche müssten auf die Straße gehen, Menschen ansprechen, denn es seien eher die Älteren, die in die Kirche gingen. Auch das war ein Ergebnis der Besucherumfrage. Eine wichtige Erkenntnis war, dass die Gemeindemitglieder mit den Gottesdienstzeiten zufrieden sind und der jährliche Wechsel – samstags zwei Gottesdienste in der einen Gemeinde und sonntags einen in der anderen – beibehalten werden kann.

Ein Thema für das neue Jahr sei die Jugendarbeit, meinte Heinz van de Velden, auch wenn hier 2014 bereits viel erreicht worden sei. So hat sich beispielsweise auf dem Pfarrfest spontan eine Band gefunden. Das Trio spielte auch beim Neujahrsempfang, begeisterte mit guter Musik und selbst geschriebenen Texten und brachte frischen Wind ins Maximilian-Kolbe-Haus. Auch das Zusammenwachsen wird die Gemeinde weiter begleiten. Zwar habe jede Ortsgemeinde ihren eigenen Charakter, man verstehe sich aber als eine Gemeinde, Begegnungen fänden statt, so van de Velden.

Begegnungen werden auch beim Thema Flüchtlinge wichtig werden in 2015. Für die Gemeinde sei dies nichts Neues, saget Diakon Martin Berendes. Friedrichsfeld lebe von Integration. Man müsse sich um die Flüchtlinge kümmern, denn sie „sind Gäste in unserem Land, die eine friedliche Heimat suchen“, mahnte Berendes.

Er würdigte das Engagement der türkischen Gemeinde, die ebenfalls beim Neujahrsempfang zu Gast war. Diese baut am Schmaler Weg ein Haus für Flüchtlinge. Die katholische Gemeinde wolle bei der Betreuung der Flüchtlinge eng mit der türkischen Gemeinde zusammenarbeiten, kündigte Berendes an. Die Unterstützung der Flüchtlinge werde die ganze Gemeinde betreffen, so der Diakon. Wie diese aussehen kann, darüber soll Anfang der Woche im Gemeindeausschuss gesprochen werden.