Gehörige Wut

Stadtpark. Ach, wie haben wir es vermisst. Diesen Lärm, das Gegröle und die Saufgelage bis morgens zwei, drei Uhr. Und natürlich den Dreck, den Zeitgenossen, denen nach sechs Flaschen Wodka, Whisky und anderen Fusel vermutlich die Orientierung fehlte, nicht ordnungsgemäß in die dafür aufgestellten Abfallbehälter neben den neuen Stadtparkbänken entsorgen. Ich frage mich, wer auf die tolle Idee kam, diese Bänke wieder direkt gegenüber den Wohnhäusern an der Bismarckstraße aufzustellen, wo wir uns einige Jahre zuvor dafür stark gemacht hatten, diese wegen der permanenten nächtlichen Ruhestörungen dort abzubauen. Da hilft jetzt, nach den nächtlichen Vorfällen (...), wohl nur noch die früher geübte Praxis der ordnungspartnerschaftlichen Kontrolle von Polizei und Ordnungsamt gemeinsam, damit nicht wieder Zustände wie vor acht, neun Jahren einkehren. Oder sehen wir Anwohner der Bismarckstraße das zu verkniffen? Gott, sind wir glücklich, dass sich nicht auch noch die Idee von einigen Parteimitgliedern durchgesetzt hat, im Stadtpark Plätze zum Grillen einzurichten. Es kommt schon gehörige Wut auf, wenn man bedenkt, wie viel Steuergelder uns die Neugestaltung des Stadtparks kostet. Da hätte man doch die alten Zustände gleich belassen können, der Kontrast wäre nicht so groß gewesen.