Gegen jede Gewalt

Gedenkveranstaltung:.  Dirk Buschmann, Bürgermeister in Hünxe, hätte es treffender nicht sagen können: „So eine schreckliche Tat darf nie wieder passieren!“

Die Medien berichten täglich von Gewaltexzessen in unserem Land, in unseren Nachbarländern und weltweit. Territorial-Kriege, Bürgerkriege, Glaubenskriege, nicht legitime Polizeigewalt, Gewalt auf der Straße, in der Familie – all das und vieles mehr wird uns in kurzlebigen Schlagzeilen präsentiert. Die aufflammende Betroffenheit erlischt oft viel zu schnell. Die Filmmedien setzen Gewaltszenen zur Unterhaltung ein, selbst beim Sport sind Gewaltszenen auf dem Platz und unter den Zuschauern nicht mehr auszuschließen.

Ich bin jedoch überzeugt, dass die allermeisten Menschen jegliche Gewalt ablehnen. Ein „gewaltiges“ Statement gegen jegliche Gewalt findet man meist nur eingeschränkt. Insofern schließe ich mich dem Statement von Herrn Nover (die NRZ berichtete) gegen jegliche Gewalt an, wohlwissend, dass legitime Gewalt notwendig ist, um so weit wie möglich und vor allem beständig gewaltfrei leben zu können.

Heftige Kritik übe ich an unseren Regierungen, die, verführt von den mächtigen und gierigen Herstellerlobbyisten, keine Skrupel haben, Waffenlieferungen zu legitimieren, die dann - oft aus niederen Beweggründen eingesetzt - grauenhafte Folgen haben. Meine langjährige Tätigkeit als Schöffe an einem Jugendstrafgericht hat mir gezeigt, dass man Verbrechen und Gewalt nur erfolgreich durch humanitäre Bildung eindämmen kann. Setzen wir die Billionen-Geldbeträge, die in das Waffengeschäft fließen, in weltweiten Bildungsoffensiven ein, so können wir unsere Welt friedlicher und sicherer gestalten.

Dr. Heinrich Peters, Hünxe