Für Kindergarten soll es weiter gehen
12.02.2010 | 17:32 Uhr 2010-02-12T17:32:00+0100Dinslaken. Die katholische Kirche plant, sich vom Kindergarten Karl-Leisner-Haus zu trennen. Für den Standort kann es mit Hilfe der Stadt weitergehen. Wie der Elternbeirat erklärt, wurde zugesichert, die Elternwünsche hinsichtlich der neuen Trägerschaft zu berücksichtigen
Es sei beschlossene Sache, die Katholische Kirche trenne sich vom Gebäude und insbesondere auch von der Trägerschaft des Kindergartens Karl-Leisner-Haus im Averbruch. Doch, so Ulrike Peter vom Elternbeirat, soll es für den Standort Karl-Leisner-Haus weitergehen. Denn es liege ein Angebot der Stadt vor, das Grundstück mit Gebäude durch Zahlung eines Erbbauzinses zum Sommer 2010 zu übernehmen. Außerdem sei zugesichert worden, die Elternwünsche hinsichtlich der neuen Trägerschaft zu berücksichtigen.
Es war ein langer Weg des Bangens, der Ungewissheit und der widersprüchlichen Informationen für die Eltern der Kinder. „Es ist für uns nachvollziehbar, dass die Kirche aufgrund rückläufiger Kirchenmitgliederzahlen in Finanznot gerät und deshalb den Kindergarten aufgeben wollte. Aber nachdem die Stadt Dinslaken die Übernahme aller Betriebskosten zugesichert hatte, wurde uns Eltern eröffnet, dass der Kindergarten nun nicht weitergeführt würde, weil der sogenannte 'pastorale Betreuungsaufwand' zu hoch sei. Zielsetzung seitens der Kirche sei es, 'Qualität vor Quantität' zu setzen. Da stellen wir betroffenen Familien die Frage, sind unsere Kinder die Quantität, die der neuen Qualität weichen muss?” fragt Ulrike Peter für den Elternbeirat.
Nicht nur, dass die ganzen Informationen schwer zu bekommen waren, insbesondere die Art und Weise, wie miteinander innerhalb einer christlichen Gemeinschaft kommuniziert wurde, habe zu Frust und Enttäuschung innerhalb der Elternschaft geführt. So sei erstmalig nach rund 14 Monaten Wartezeit ein offizielles Schreiben des Kirchenvorstandes an alle Eltern versandt worden, mit dem Bescheid, dass der Kindergarten womöglich zum Sommer 2010 geschlossen würde. Ein Hinweis, wie es für die betroffenen Kinder weitergehen würde, habe gänzlich gefehlt. Dieses Schreiben sei versandt worden, obwohl es nur wahrscheinlich war, dass eine positive Entscheidung der Stadt bevorstand.
„Damit wurde bewusst Angst geschürt, Eltern instrumentalisiert und die Stadt unter Druck gesetzt. In all den Monaten zuvor wurde allerdings sehr darauf geachtet, dass ja kein Aufschrei der Eltern an die Öffentlichkeit kam”, so Peter. „Die Familien freuen sich, dass eine weiterhin christliche Erziehung durch die Caritas in Aussicht gestellt wurde. Dass lässt alle erstmalig seit gut einem Jahr freudig gespannt hoffen.”
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