Frisch auf in die Natur

Dinslaken..  Eine gute Kondition ist schon erforderlich bei solch einer Etappenwanderung gen Paderborn, der Wanderhauptstadt 2015. Zwar ging die 1. Etappe vom Dinslakener Bahnhof nach Bottrop-Vonderort „nur“ über 16 Kilometer auf Schusters Rappen, doch die nächsten der insgesamt weit über 200 Kilometer haben es teilweise in sich. Auch wenn es nach jeder Etappe, die durchaus mal 26 km lang sein kann, wieder heimwärts geht und zur nächsten die Anreise per ÖPNV erfolgt. Bis zum Deuschen Wandertag am 13. Juni muss die komplette Strecke bewältigt sein, egal ob’s regnet, schneit oder die Sonne scheint.

„Natürlich wandert es sich bei Sonnenschein leichter, doch für einen echten Wanderfreund gibt es kein schlechtes Wetter“, erklärt Erika Scherrer, Vorsitzende der Dinslakener Abteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins. Nur nicht die rechte Kleidung. Alles andere ist eine Ausrede, um nicht hinaus in die Natur zu müssen. Dabei ist gerade das Gelenk schonende Wandern gut für Gesundheit und Lebensgefühl. Denn „Wandern hilft, Einsamkeit zu überwinden, wandern verbindet“, hob Jörg Haase, SGV-Vize-Präsident, auf der Jahrhundert-Jubiläums-Fahrt der Dinslakener am Möhnesee hervor. Aufs richtige Equipment sollte man schon beim Kauf der Wanderausrüstung achten, vor allem aufs richtige Schuhwerk. Auch Stöcke können hilfreich sein, vor allem wenn’s bergab geht. Den Rest des Wohlbefindens übernehmen Natur und Gesellschaft, denn beim SGV muss niemand allein loslaufen.

„Die Teilnahme an unseren Wanderungen ist unverbindlich“, beschreibt Erika Scherrer. „Jeder Gast ist willkommen.“ Ein Eintritt in den Verein wäre natürlich schön, denn auch den SGV plagen Nachwuchssorgen vor allem der jüngeren Generation. Dabei halten Wanderungen auch für sie jede Menge Abenteuer bereit. Über 100 Wanderungen pro Jahr führen die Dinslakener durch, wandern mal an der Diepentalsperre, mal im Nierstal, fahren zum Drehorgelfest nach Linz oder zu Wanderfreizeiten nach Willingen. Wer es ruhiger angehen möchte, bleibt vor Ort am Tenderingssee oder im Rotbachtal.

Infos zum SGV bei Erika Scherrer unter 02064/31310.