Freibad: Linke gegen eine Schließung

Voerde..  Die Linke zeigt sich angesichts der prekären Haushaltslage der Stadt bereit, einzelne Positionen aus dem erweiterten Einsparkatalog zur Konsolidierung des Etats mitzutragen. So kommt für sie eine Schließung des Bürgerbüros in Friedrichsfeld in Frage, wobei sie die Einrichtung einer Infoecke in der Stadtteilbibliothek mit Vordrucken oder Pro-spekten für vorstellbar hält. Wichtige Behördengänge wären dann im Rathaus zu erledigen. „Für ältere oder behinderte Mitbürger sollte dann aber ein Fahrdienst eingerichtet werden“, so die Linke. Die Schließung des Bürgerbüros hat die Verwaltung in der von ihr vorgelegten erweiterten Sparliste aufgeführt – allerdings mit dem Vermerk, dass für den Zeitraum von zehn Jahren ein Mietvertrag besteht. Die städtische Anlaufstelle ist erst vor einem Jahr in die Räume der Sparkasse gezogen.

Ablehnend steht die Linke möglichen Kürzungen in der Jugendarbeit oder einer Schließung des Freibades gegenüber. „Damit würden wir wesentliche Elemente der Daseinsvorsorge auf Dauer zerstören. Aber wir würden auch die Attraktivität unserer ansiedlungsfähigen Gewerbeflächen dämpfen, denn nur über den Erhalt und den Ausbau ,weicher’ Standortfaktoren wie Schwimmbäder und anderer Räume der Naherholung wird es der Stadt gelingen, mit der Ansiedlung neuer Betriebe die Einnahmen aus der Gewerbesteuer nachhaltig zu verbessern“, mahnt sie.