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Flugplatz wurde zur Rennstrecke

06.08.2012 | 18:58 Uhr
Flugplatz wurde zur Rennstrecke

Beim „Race@Airport“ auf dem Flugplatz Schwarze Heide traten Auto- und Motorradfahrer gegeneinander an. Auf der 400 Meter langen Landebahn konnten sie zeigen, was sie unter der Haube haben.

Schon auf dem Weg zum Flugplatz konnte man ahnen, was für Fahrzeuge hier ins Rennen geschickt wurden: Rauchende Motoren, quietschende Reifen, bunte Bemalungen und stolze Fahrer prägten das Bild an der Schwarzen Heide. „Race@Airport“ hieß die Motorsportveranstaltung, bei der Auto- und Motorradfahrer am Sonntag zum sechsten Mal zeigen konnten, wie schnell ihre Boliden wirklich sind.

Die 180 Schnellsten traten auf der Distanz von etwa 400 Metern gegeneinander an. Darunter Marken wie Audi, Mercedes und BMW; außerdem US-Cars und Oldtimer mit bis zu 900 PS und Motorräder aller Art bis 400 PS. Mit Beschleunigungswerten von Null auf Hundert unter drei Sekunden galt hier Formel 1-Niveau.

Die Teilnehmer wirkten zwar aufgeregt, präsentierten ihre Räder aber nicht ohne Stolz. Die haben sie teilweise komplett selbst gebaut, getunt oder bunt bemalt. Selbst bei geschätzten 90 Prozent Männeranteil sind ein paar motorsport-begeisterte Frauen zu finden.

„Ich bin sehr gespannt, denn mein Mann fährt mit. Unsere Suzuki Hayabusa-Turbo hat 426 PS am Hinterrad und ist erst gestern richtig fertig geworden. Für Testfahrten blieb da nicht viel Zeit“, sagte Alexandra Stadler, die dem Start ihres Mannes Christian auf seinem schwarz-neongrünen Rad entgegenfiebert, „Wir sind richtige Motorradliebhaber. Zwölf Räder, aber auch acht Oldtimer stehen in unserer Garage. Es ist schön zu sehen, wie sich die Motorräder im Laufe der Zeit verändern und was jeder Fahrer aus ihnen rausholt.“

Beim Race@Airport kam jeder auf seine Kosten. Hier reihten sich Schicke Oldtimer an smarte Porsche und Monster-Trucks. „Amerikanische Autos sind genau mein Ding! Ich habe mir bereits in Grefrath und Oberhausen Motorradrennen angeschaut. Zusammen mit meinem Vater bastel ich an unserem Pontiac Firebird. Der Klang und die enorme Beschleunigung sind das tolle am Motorsport“, erklärte René Blein mit gebanntem Blick auf die Rennstrecke. In Massen kamen die Zuschauer, angelockt von lautem Motorengedröhne. Selbst auf den riesigen Parkplätzen des Flughafen-Rollfeldes wurde es eng. Doch die Motorliebhaber bahnten sich ihren Weg zur Rennstrecke. So auch Tobias Artz. Ihn interessierte eine ganz bestimmte Automarke: „Die Audis sind mein Favorit, die werden wohl das Rennen machen. Das Schöne bei ihnen ist, das man ihnen erst gar nicht ansieht, was in ihnen steckt“, sagte der Porsche-Fahrer. Dass der Motorsport viele Facetten hat, zeigte Bernd Buthmann. „Ich habe so gut wie alles, was fährt: Einen Trecker, ein Motorrad, einen Toyota Avensis und mein Quad. Ich mache fast alles selber, der Enthusiasmus zum Detail ist mein Antrieb“, erklärte der 54-Jährige. Ein begeisterter Quad-Fahrer ist auch Ralf Strauß: „Es ist ein guter Ausgleich zum Arbeitsleben. Ich freue mich darauf, hier mal neue Leute kennenzulernen, die genauso motorsportverliebt sind wie ich“ sagte der 51-Jährige, der gerne zum Motor-Treff an der Grafenmühle fährt.

Julia Lippert



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