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Firma musste sich einen neuen Namen suchen

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Voerde. Nach einem Urlaub in Südafrika entstand die Idee. Denn die leckeren Weine, die dort unten in Restaurants und Hotels serviert wurden, bekam man einfach nicht in Deutschland zu kaufen. Aus der Not wurde eine Firmenidee. Und aus der Idee ein neues Unternehmen der Rhiem-Gruppe, das sich um den Vertrieb von erlesenen südafrikanischen Weinen kümmern soll. Und so schmiedete man in den Büros am Gildeweg in Voerde das Unternehmen, suchte sich Partner und schuf einen Vertriebsweg.

Die ersten Weine kamen 2008 in Voerde an, wurden von dort an die Kunden weitergeleitet. Das Geschäft wurde ausgebaut und im Herbst 2010 hatte man einen passenden Namen gefunden: Red Simon. Doch so einfach ist es in Europa nicht, da darf man sich nicht einfach einen Namen aussuchen. Das hat das Team um Geschäftsführer Stephan Nühlen erfahren müssen.

Red Simon, der Name steht für Leidenschaft und erinnert an Simon van der Stel, der den Weinanbau in Südafrika etablierte. Und weil man nie weiß, wie sich ein solches Geschäft entwickelt, ob man nicht expandiert, ging Nühlen auf Nummer sicher: „Red Simon“ wurde beim Europäischen Marken- und Patentamt angemeldet, um die Marke schützen zu lassen. Geschützt wurde sie nicht, dafür musste sich das Unternehmen der Rhiem-Gruppe von diesem Namen trennen.

Wird ein Name oder eine Marke angemeldet, haben andere Unternehmen drei Monate Zeit, Einspruch einzulegen. Zwei Monate und drei Wochen passierte nichts, dann landete ein Schreiben des Markenamtes auf Stephan Nühlens Schreibtisch. Ein spanischer Konzern hatte Widerspruch eingelegt. Der Verbraucher könnte Red Simon mit Don Simon verwechseln, argumentierten die Spanier, die unter diesem Namen Sangria, Fruchtsäfte und Rotwein vertreiben. Was die Voerder nicht nachvollziehen konnten und somit den Anwalt, der schon die Markenanmeldung übernommen hatte, beauftragten, dagegen vorzugehen.

Einladungen zu Gesprächen über eine gütliche Einigung und Abgrenzung der Markenbenutzung hatte das spanische Unternehmen abgelehnt. Die Antwort war einsilbig, es sei die Hauptmarke des Konzerns und man werde alles tun, um die Marke zu schützen, zitiert Stephan Nühlen. Aufgeben wollte sein Team nicht. So wurden Stellungnahmen verfasst und zum Markenamt geschickt. „Wir waren recht optimistisch, dass es sehr gute juristische Gründe gab, den Widerspruch abzulehnen.“ Aber die Niederrheiner verloren in der ersten Instanz. Und verzichteten auf eine weitere juristische Auseinandersetzung mit den Spaniern.

Gleichzeitig wurde nämlich schon an einer Alternative gearbeitet. Als im August 2014 die Entscheidung des Amtes im Voerder Firmensitz ankam, war man vorbereitet. Zwei Marken hatte man sich sichern lassen, Capreo ging ohne Probleme durch und deshalb wurde aus Red Simon Capreo, abgeleitet von Cape und Europe, vom Kap nach Europa.

Michael Turek

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Firma musste sich einen neuen Namen suchen
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2015-01-21 00:10
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