Falschparker verärgern Anwohner in Götterswickerhamm

Für Feuerwehr oder Rettungswagen gibt es bei dieser Parkweise auf der Straße Unterer Hilding kein Durchkommen.
Für Feuerwehr oder Rettungswagen gibt es bei dieser Parkweise auf der Straße Unterer Hilding kein Durchkommen.
Foto: Nißen
  • Bilderbuchwetter lockte am Sonntag wieder viele Ausflügler in das Rheindorf
  • Weil die Parkplätze an solchen Tagen nicht ausreichen, wird auf Nebenstraßen ausgewichen
  • An manchen Stellen kann es für Rettungswagen und Feuerwehr dann kein Durchkommen geben

Voerde..  Bei schönem Wetter wird es voll in Götterswickerhamm. Das beschauliche Dorf ist wegen seiner Lage am Rhein ein beliebtes Ausflugsziel. Mit Idylle pur geizt das Örtchen nicht, weniger üppig gesät sind dafür die Parkplätze. Und so kommt es, dass manche Besucher in die Nebenstraßen fahren, um dort ihr Auto abzustellen – zuletzt passiert am Sonntag. Dass da manchmal Verkehrsregeln keine Rolle spielen, dokumentiert ein Foto, das Rolf Nißen aus Götterswickerhamm am Nachmittag an der Straße Unterer Hilding gemacht hat. Im Kreuzungsbereich an der Dammstraße steht ein Durchfahrtsverbotsschild für Kraftwagen mit dem Zusatz „Anlieger frei“ und außerdem das Verkehrsschild, das ein absolutes Halteverbot ausweist. Dass sich daran nicht gehalten wird, ärgert Nißen. Für Feuerwehr oder Rettungswagen gäbe es im Ernstfall kein Durchkommen, weil die Fahrbahn wegen der am Rand geparkten Autos zu eng sei. Die Situation sei jedes Mal so, wenn schönes Wetter ist, berichtet Nißen. Angeblich sei die Polizei am Sonntag durch die Straße gefahren, Knöllchen seien daraufhin aber keine verteilt worden.

Die Kreispolizeibehörde bestätigt, dass Beamte am Sonntagnachmittag auf dem Unteren Hilding waren, zuvor dorthin gerufen worden waren sie laut Polizeisprecher Daniel Freitag nicht. Die Polizisten hätten zu dem Zeitpunkt keine Verkehrsbehinderung festgestellt. Wenn dies so gewesen wäre, hätten sie entsprechend gehandelt und das betreffende Auto versetzen oder, falls nicht möglich, abschleppen lassen. Die Beamten waren eine halbe Stunde, bevor Rolf Nißen die Aufnahmen gemacht hatte, dort unterwegs. Der Polizeisprecher kann die Verärgerung von Anwohnern und die Sorge um nicht durchkommende Feuerwehr- und Rettungswagen verstehen, da bei Einsätzen jede Minute zählt, und appelliert an die Autofahrer „umsichtig zu parken“.

Dezernentin Simone Kaspar sagte, dass der Stadt für Sonntagnachmittag keine konkrete Behinderung angezeigt worden sei. Ihrer Kenntnis nach gab es „keine Problemlage, die ein Eingreifen nötig gemacht hätte“. Die Stadt sei da auf Rückmeldungen der Anwohner angewiesen. Im Sommer gebe es in Götterswickerhamm „planmäßige“ Kontrollen durch die Stadt, was das Parken angeht. Die Wetterlage und damit der Andrang am Sonntag sei so nicht vorhersehbar gewesen, stellt Kaspar mit Blick auf an dem Tag nicht verteilte Knöllchen fest. Zudem müsse die Stadt schauen, im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten zu agieren.

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