Falsche Rechnung

Zu „Benninghoff: Falsches Versprechen“ vom 12. Januar: Zur Neugründung einer Gesamtschule in Voerde müssen zwei Dinge gesagt werden:

1. Meiner Ansicht nach ist es an der Zeit, den Beschluss der Neugründung zu akzeptieren, wie verwirrend die Wege dahin auch gewesen sein mögen. Anstatt fruchtlose Diskussionen anzuzetteln, sollten nun alle an einem Strang ziehen, um die bestmögliche Schule für alle Voerder Kinder zu ermöglichen.

2. Die seltsame Rechnung von Bernhard Benninghoff muss dringend richtig gestellt werden. Der entsprechenden Verordnung zur Klassengröße in der SI ist zu entnehmen: „In der Realschule und in der Sekundarstufe I des Gymnasiums und der Gesamtschule beträgt der Klassenfrequenzrichtwert 28. Es gilt die Bandbreite 26 bis 30. Abweichend hiervon beträgt in Klasse 5 der Klassenfrequenzrichtwert 27 und es gilt die Bandbreite 25 bis 29.“ (§ 6 Abs. 5 VO zu § 93 Abs. 2 SchulG NRW)

Daraus ergibt sich folgende berichtigte Rechnung: Sollte das Gymnasium Voerde nur vier Klassen bilden, könnten hier 4x29= 116 Schüler aufgenommen werden, an der Gesamtschule mit 4 Klassen ebenso. 50 Schüler könnten sich für auswärtige Schulen entscheiden. Damit wären bereits 282 von 350 Schülern versorgt. Sollte die Gesamtschule 6 Klassen bilden, würden noch 58 Schüler mehr dort aufgenommen. Damit wären 340 Kinder „versorgt“.

Aber auch die Annahmen des Herrn Benninghoff zur Zügigkeit am GV erscheinen willkürlich. In den letzten Jahren wurden dort jeweils 5 Klassen gebildet, einmal sogar 6. Das heißt, bei 5 Klassen am GV und 5 an der neuen Gesamtschule wären ohne Probleme 290 Schüler untergebracht. Sollten statt 50 nun 60 Kinder freiwillig „auspendeln“, wären alle anderen in Voerde wunschgemäß beschult, ohne die Reserve eines 6. Zuges an der Gesamtschule in Betracht zu ziehen.
Dirk Rimböck, Voerde

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