Fahrverbot für einen Dinslakener
12.02.2012 | 16:44 Uhr 2012-02-12T16:44:00+0100Kreis Wesel.Beim Blitz-Marathon im Kreisgebiet wurde die Geschwindigkeit von 10 544 Fahrzeugen gemessen. 336 Verstöße wurden festgestellt.
Wie angekündigt, führte die Kreispolizeibehörde Wesel in Kooperation mit dem Kreis Wesel und den Städten Moers und Wesel an rund 30 Messstellen im gesamten Kreisgebiet Geschwindigkeitsmessungen im Rahmen der landesweiten Aktion zur Verhinderung von Verkehrsunfällen durch. In allen 13 Kommunen kontrollierten mehrere Dutzend Polizeibeamte von Freitagmorgen, 6 Uhr, bis zum Samstagmorgen, 6 Uhr, die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeugführer. „Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod!“ Das war ein Motto des 24-Stunden-Blitz-Marathons und sollte das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer schärfen.
An den wechselnden Stellen im Kreisgebiet wurden insgesamt 10 544 Fahrzeuge gemessen. Dabei stellte die Polizei insgesamt 336 Verstöße fest. Hier bei wurden an Ort und Stelle etwa 300 Verwarngelder erteilt. Rund 30 Kraftfahrzeugführer waren derart schnell unterwegs, dass die Beamtinnen und Beamten gegen sie eine Ordnungswidrigkeitsanzeige vorlegen mussten. Diese Raser erwartet nun ein Bußgeld sowie ein Eintrag ins Verkehrszentralregister des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg. Ein Pkw-Fahrer aus Dinslaken muss darüber hinaus mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.
Die höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen: Erlaubt 30 km/h - gefahren 62 km/h; erlaubt 50 km/h - gefahren 87 km/h; erlaubt 70 km/h - gefahren 93 km/h.
Zwei Personen hatten keinen Führerschein
Bei den anschließenden Kontrollen der angehaltenen Fahrer wurde festgestellt, dass in zwei Fällen (Dinslaken und Moers) die Fahrzeugführer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis waren. Gegen beide wird eine Strafanzeige erstattet. Die Weiterfahrt
wurde selbstverständlich untersagt.
Alle Messgeräte funktionierten trotz eisiger Temperaturen einwandfrei. Es gab keinerlei technische Probleme bei der Geschwindigkeitsüberwachung trotz der in der Spitze bei minus 12 Grad liegenden vorherrschenden Minusgrade.
Einsatzleiter Erster Polizeihauptkommissar Bernd Störmer stellte nach Einsatzende fest: „Offensichtlich hat die umfangreiche Medienberichterstattung im Vorfeld und während des Einsatzes dazu geführt, dass die Fahrzeugführer disziplinierter unterwegs waren als sonst. Das ist gut so. Wir haben auch im Kreis Wesel damit das angestrebte Ziel erreicht, Unfälle zu reduzieren. Nach erster Auswertung der Verkehrsunfalllage waren lediglich zwei Verkehrsunfälle mit Personenschaden im gesamten Kreisgebiet zu verzeichnen – viel weniger als ansonsten am Freitag und in der Nacht zum Samstag. Auch bei den Verkehrsunfällen mit Sachschaden ist die Zahl deutlich niedriger!“
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