Experte: Neue Schule braucht enge Begleitung

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Voerde..  Ein Dreivierteljahr stellte Roland Schiefelbein als Koordinator des Vorbereitungsteams in Voerde mit die Weichen für die neue städtische Gesamtschule. „Seine Mission“ ist nunmehr beendet, wie der Pädagoge es selbst formuliert, das Gründungskollegium übernimmt das Ruder.

Den gesamten Prozess zur Neugründung hat Schiefelbein als „überraschend gut“ empfunden. Als er nach dem Ratsbeschluss am 30. September vergangenen Jahres mit dem Vorbereitungsteam die Arbeit aufnahm, trieb ihn schon die Frage um, ob die Schulform, deren Auflösung die Voerder Politik einige Jahre zuvor beschlossen hatte, im selben Gebäude neu an den Start gehend bei den Eltern Akzeptanz finden würde.

Es galt, sie von einem Konzept zu überzeugen, „das Voerder Prägung hat“, resümiert Schiefelbein. Das Ziel wurde bekanntlich erreicht, die für die Neugründung erforderlichen Anmeldungen wurden mit 162 Kindern „weit übertroffen“. Unter anderem durch Zuzüge ist die Zahl derer, die nach den Sommerferien auf die weiterführende Schule wechseln, wie berichtet, auf inzwischen 170 angestiegen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Gesamtschule gut entwickeln wird“, betont Schiefelbein. Mit Blick auf die Vorgängerin, die nach den Sommerferien parallel noch ein Jahr mit zwei zehnten Klassen als Dependance der Gesamtschule Hünxe am Standort Voerde läuft, unterstreicht er allerdings die Notwendigkeit, dass auch die Voerder Politik der Schule einen Vertrauensvorschuss gibt und mit ihr stets das offene Gespräch sucht.

Schiefelbein appelliert an die Entscheidungsträger, die Entwicklung eng zu begleiten, ein Auge darauf zu haben, dass die neue Gesamtschule auch für Schüler attraktiv bleibt, die ihr Abitur machen wollen. Er werde die neue Gesamtschule jedenfalls „mit großem Interesse aus der Ferne beobachten“, versichert der Pädagoge, der vor seiner Pensionierung selbst viele Jahre lang Gesamtschulleiter war.