Es ist die Mischung, die es macht

Dinslaken..  Es ist die Mischung, aus Kabarett-Einlagen und rockigen Liedern, die beim Publikum ankommt – das seit fast dreißig Jahren. Das Affentheater macht das, was die Leute kennen und wollen, sie scheuen sich nicht davor, sich zum Affen zu machen. Von Anfang an präsentieren sie immer wieder sehr gut umgesetzte Musikanleihen, von Bob Dylan über R.E.M. bis Queen.

Die Melodien kommen einem sofort bekannt vor, man überlegt, welches Lied musste nun herhalten, für die Knebelschen Wortschöpfungen. „We will rock you“ von Queen („Wir tun euch jetzt rocken”) ist dabei, ein Lied von Bob Dylan, „Born to be wild“ („mit 60 auf dem Moped“).

Genial, was Knebel, Ozzy Ostermann (Gitarre), der Trainer (Schlagzeug) und Ernst Pichl (Bass) aus einem Lied von R.E.M. gemacht haben: eine Hymne auf die Currywurst. Anders als Grönemeyer, aber genauso gut.

Mit Leidenschaft wird das geliebte „Phosphatgeschoss“ besungen: „Die Currywurst mit Curry dran, das ist es was man hier gut kann“, „du Fleisch im Darm, du hast viel Charme“. Und dann fällt der Groschen, hier musste das R.E.M. Lied „Imitation of Life“ herhalten. Wunderbar. Und natürlich durfte das Affentheater nicht ohne Zugabe das Dinslakener Burgtheater verlassen. Und dabei setzte das Quartett noch einen drauf: Herbert Knebel als Elvis Presley im weißen Hosenanzug und aus „Forever Young“ wurde „Von innen jung“.

Dann war Schluss. Aber, Nerven behalten, sie kommen bestimmt noch einmal wieder.