Es ist an der Zeit, für mehr Transparenz zu sorgen

Gesamtschule Voerde:.  Wir müssen keine Schulentscheidung mehr für unsere Kinder treffen. Der Leser-Klartext von Sandra und Detlef Olm zeigt, vor welchem Dilemma Eltern in Voerde stehen. Wir verfolgen die Diskussion von Anfang an und haben es auch verstanden, dass die Stadt Voerde eine Lösung sucht, alle Voerder Schüler zu beschulen. Dies war bei den meisten Parteien auch eine zentrale Wahlkampfaussage. Letztlich wurde die Entscheidung, die Realschule, die unser Sohn besuchte, zu Gunsten einer neu zu gründenden Gesamtschule zu schließen, getroffen. Eine Kooperation mit der Gesamtschule Hünxe wurde von der Politik mit als Erstes über Bord geworfen. Sie sei nicht möglich, wurde dem Bürger verkündet. Nun müssen wir lesen, dass auch in Zukunft nicht alle Kinder in Voerde zur Schule gehen können. Und wohin werden diese dann gehen? Nach Hünxe!

Frau Kaspar sprach nicht nur einmal von einer möglichen Sechszügigkeit, aber diese Aussage wird nun dem Wunschdenken der Voerder Eltern zugeordnet. Die neue Gesamtschule Voerde ist vierzügig genehmigt und kann im Gründungsjahr ggf. fünfzügig starten, was bei den zu erwartenden Zahlen nötig erscheint. Es wird aber weitergehen, im nächsten Schuljahr sind die Schülerzahlen noch günstig. Was passiert aber bei rückläufigen Zahlen in den nächsten Jahren? Welche der beiden Schulen bekommt zuerst Probleme? Oder sichert Voerde dann auch weiterhin den Bestand mit zwei Zügen aus Voerde in Hünxe, so wie es die beiden Bürgermeister („Ohne die Schüler aus Voerde wäre die Hünxer Gesamtschule dauerhaft gefährdet“, Hermann Hansen, Hünxe) im Interview geäußert haben? Und wenn ja? Was wurde dann in Voerde erreicht? Das Versprechen, alle Voerder Schüler beschulen zu wollen, auf jeden Fall nicht. Man schaut ja in Voerde nach vorne und nicht zurück (deswegen nennt man auch keine Gründe für das Scheitern der Gesamtschule). Deswegen hat man sicherlich auch schon ein Konzept dafür und eine Antwort darauf, wie in einigen Jahren die Oberstufe einer vierzügigen Gesamtschule mit sehr heterogener Schülerschaft funktionieren soll. Wir denken, es ist an der Zeit, für mehr Transparenz zu sorgen, um die berechtigten Ängste der Voerder Bürger zu beruhigen.

Monika u. Frank Paatsch, Voerde