„Es geht um die Besitzstände der Lokalpolitiker“

Dinslaken..  Auf Kritik stößt die Vereinbarung über die Fusion der beiden Sparkassen in Dinslaken und Wesel beim FDP-Ratsherrn Bernd Helmut Minzenmay vor allem aus einem Grund: Dass der Verwaltungsrat der neuen „Niederrheinischen Sparkasse im Kreis Wesel“, kurz Nispa, zunächst 33 Mitglieder hat und erst nach dem Auslaufen der Wahlperiode auf 18 Mitglieder reduziert wird (die NRZ berichtete).

„Der künftige Verwaltungsrat der Nispa wird aus 33 verdienten Parteisoldaten bestehen, nämlich der ungeschmälerten Summe aus der Zahl der gegenwärtigen Mitglieder der Verwaltungsräte der Weseler und Dinslakener Sparkasse. Warum brauchen wir jetzt 33 Verwaltungsratsmitglieder, wenn doch demnächst auch 18 genügen? Ist das nicht der krasse Beweis, dass es unserer ,Politik’ nicht etwa um eine wirksame Kontrolle geht, sondern nur und allein darum, die eigenen finanziell-materiellen Besitzstände unserer Lokalpolitiker so lange wie möglich zu retten?“, fragt Bernd Helmut Minzenmay. Dabei gehe die Rettung zu Lasten von Kunden, Mitarbeitern und im Fall der Fälle sogar allen Bürgern in Dinslaken, Voerde und Hünxe, da diese das Kreditausfallrisiko tragen. „Unter Retten, Sanieren und Sparen unserer Kommune und ihrer Einrichtungen stelle ich mir etwas anderes vor. Und unter Vorbildfunktion unserer lokalen Politiker auch“, so Minzenmay.