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Es darf gebacken werden

20.11.2008 | 18:36 Uhr

SCHENKUNG. Der historische Backofen in der Bollwerkskate gehört nun offiziell der Stadt. Gestern wurde der Vertrag zwischen der Verwaltung, der IG Altstadt und dem Heimatverein unterzeichnet.

Klaus-Dieter Graf, Dr. Ulrich Tekathen, Erich Weichert, Ronny Schneider und Dr. Peter Theißen unterzeichnen die Schenkungsurkunde. (Foto: Behrendt)

DINSLAKEN. Nun endlich ist es unter Dach und Fach: Der historische Backofen gehört der Stadt Dinslaken. Gestern unterzeichneten Dr. Ulrich Tekathen und Erich Weichert von der IG Altstadt sowie Ronny Schneider im Namen des Heimatvereins den Vertrag. Kulturamtsleiter Klaus-Dieter Graf und Museumsleiter Dr. Peter Theißen begrüßen den Schritt, denn endlich kann es mit dem Backen losgehen. "Bislang schwebten wir in einem rechtsfreien Raum."

Termine im Museum

Drei Schulklassen hatten in den vergangenen Monaten immer wieder vertröstet werden müssen. Nun steht einem Backvergnügen nichts mehr im Wege. Vorrang bei der Terminvergabe hat die Museumspädagogik, außerdem muss jeweils ein Experte anwesend sein, der den Ofen richtig anheizt. Andere Einschränkungen gebe es nicht. Die Termine werden von der Museumspädagogin Cordula Hamelmann koordiniert.

"Wir wollen dabei nicht in Konkurrenz zu Kurt Altena und der Hiesfelder Mühle kommen", beteuert Museumschef Theißen. Im Gegenteil, vorstellbar sei eine Zusammenarbeit, bei denen Kinder den Stadtbauern besuchen, weiter zur Mühle fahren und schließlich im historischen Backofen die Herstellung von Brot kennenlernen. "Das wäre ein Highlight", so Tekathen. Denn Dinslaken, das ist etwas Besonderes, beherbergt in seinen Stadtmauern noch einen Bauern, den letzten seiner Zunft. Was beweist, dass Dinslaken vor nicht allzu langer Zeit (vor rund 100 Jahren) fest in Bauernhand war.

Selbst die Herstellung von Teig wird mit historischen Maschinen möglich sein. Irgendwann, wenn das Museum saniert ist, oder ein anderer Ausweg gefunden wird. Die alte Schollin-Backstube vielleicht, die für einen normalen Backbetrieb zu klein ist. Brotschneidemaschine, Spekulatiusmaschine und andere Teile der Bäckerei wurden nämlich von der IG Altstadt aufgekauft oder gleich dem Museum geschenkt. "Es fehlen nur noch die Räumlichkeiten, um alles unterzubringen und den Teig vorzubereiten", so die Unterzeichner.

Nächste Woche gibt's frisches Brot

Angeschmissen wird der Ofen am kommenden Mittwoch, 26. November, um 12 Uhr im Rahmen der Weihnachtsausstellung im Voswinckelshof. Rund eine Stunde später kann das Brot in der Cafeteria des Museums gekauft werden. Und auch für den 13. Dezember plant man eine Backaktion. Passend zum historischen Weihnachtsmarkt im Burginnenhof.

BIRGIT GARGITTER

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