Das aktuelle Wetter Dinslaken 2°C
Rat & Hilfe

Erst Mechanik, dann Elektronik

21.11.2013 | 10:00 Uhr
Funktionen
Erst Mechanik, dann Elektronik
Vor Lidl an der Hedwigstraße beriet die Polizei Dinslakener Bürger.Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Im Rahmen der Aktionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ gaben am Mittwoch Kripobeamte Tipps zum Einbruchschutz.

„Wie kann ich mich mit einfachen Mitteln vor Einbrechern schützen?“, „Welcher Schließzylinder für meine Fenster ist der richtige?“, „Wie sichere ich meinen Kellerrost und die Garage?“, „In welcher Höhe muss ich die Außenlampe mit Bewegungsmelder anbringen?“ Nur einige von unzähligen Fragen, die am Mittwochnachmittag viele Besucher an der Mobilen Beratungsstelle der Kreispolizei zum Einbruchschutz auf dem Lidl-Parkplatz an der Hedwigstraße stellten. Kriminaloberkommissar Markus Köper und Kriminalhauptkommissar Tim Wandel standen gern Rede und Antwort, gaben auch Tipps zu hiesigen Schlüsseldiensten und Schreinereien.

Ein Service im Rahmen der Aktionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer“, bei dem geschulte Kriminalbeamte an zahlreichen Orten im Kreisgebiet interessierten Bürgern Präventivhinweise geben, Infobroschüren und Flyer verteilen. Am Vormittag waren Köper und Wandel mit ihrem Mobil noch in Moers zu Gast.

Immer wieder, aber vor allem jetzt in der dunklen Jahreszeit, dringen Einbrecher mit Gewalt in Wohnräume ein, egal ob in Eigenheime oder Mietwohnungen. Die Folgen sind nicht nur materieller Verlust, sondern auch nachhaltige Ängste bei den Betroffenen. Deshalb sei die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen auch im Kreis Wesel zentraler Schwerpunkt polizeilicher Arbeit. Oft müssten Kriminalbeamte bei ihren Ermittlungen feststellen, dass es den Einbrechern leicht gemacht wurde, in die betroffenen Objekte zu gelangen.

„Türen und Fenster waren nicht richtig verschlossen, Sicherungseinrichtungen nicht vorhanden oder wurden nicht genutzt“, berichten Köper und Wandel aus Erfahrung. Oft wüssten Wohnungsinhaber gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt, schon mit einfachsten Mitteln Haus oder Wohnung zu sichern und Dieben damit den Einbruch schwerer zu machen.

Markus Köper, der sich seit 16 Jahren um Einbruchsprävention kümmert, zeigt den Besuchern eine so genannte „Pilzkopfverriegelung“ zum Preis von 250 Euro für das einflügelige Fenster. Dies sei der richtige und beste Beschlag, denn: „Aufbruchsart Nummer eins bleibt das Hebeln. Da reicht ein stabiler Schraubendreher, um ohne Krach in kurzer Zeit einsteigen zu können. Alles, was man kippen kann, ist gefährlich. Die Fenster haben meistens zu viel Spiel.“ Wichtig sei es, mit einer mechanischen Sicherung den „Widerstandszeitwert“ von fünf auf 50 Minuten nach hinten zu verschieben, um Einbrechern zu signalisieren: „Es könnte länger dauern.“

Auch der einfache Faktor Licht sei nicht zu unterschätzen. „Mit der Dämmerung muss im Haus Licht brennen, um Anwesenheit vorzutäuschen“, so Köper. Der Bewegungsmelder am Haus sollte in sabotagesicherer Höhe angebracht sein. „Die Täter laufen und fahren durch Wohngebiete und schauen nur, wo die Rollläden geschlossen sind und kein Licht brennt. Sie machen sogar Fotos“, wissen die Kripobeamten. Ihr Rat an alle, zum Einbruchschutz einmal durchs ganze Haus zu gehen und: „Erst an die Mechanik, dann an die Elektronik denken. Die meldet nur, verhindert aber nichts.“

Peter Neier

Kommentare
Aus dem Ressort
Im Bergpark gegen die Schwerkraft
Wir sind Lohberg
Für David Kramer und Nina Püschel ist der Parcours wie ein Fitnessstudio unter freiem Himmel. Mehrmals in der Woche trainiert das Paar aus Lohberg...
Parken in Dinslaken soll teurer werden
Finanzen
Eine von der Verwaltung vorgelegte Sparliste soll den städtischen Haushalt um bis zu 1,7 Millionen Euro entlasten. Ein Punkt in dem Maßnahmenkatalog...
An das andere Ende der Welt
Reise
Ilka Stauvermann aus Voerde macht sich für zehn Monate auf nach Neuseeland. Die 15-Jährige wird in New Plymouth bei einer Gastfamilie leben.
Mit sozialdemokratischer Idee lange verbunden
Jubilare
Hünxer SPD-Bürgermeisterkandidat Werner Schulte und MdL Norbert Meesters ehrten langjährige Mitglieder.
A3 bei Dinslaken bis zum Nachmittag gesperrt
Unfall
Ein Unfall am Montagmorgen legt den Verkehr auf der A3 bei Dinslaken immer noch lahm: Ein Lkw war ausgeschert und drückte ein Auto in die Leitplanke.
Fotos und Videos
So schön ist die Region
Bildgalerie
Leserfotos
Musical in Concert
Bildgalerie
Musical
Weihnachtsgeschichte
Bildgalerie
Weihnachtsgeschichte
article
8687106
Erst Mechanik, dann Elektronik
Erst Mechanik, dann Elektronik
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/erst-mechanik-dann-elektronik-id8687106.html
2013-11-21 10:00
Nachrichten aus Dinslaken, Hünxe und Voerde