Enten und Oldies auf der Wiese

Oldtimer und jede Menge Enten waren auf der Wiese am Saatweg zu sehen.
Oldtimer und jede Menge Enten waren auf der Wiese am Saatweg zu sehen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der 2CV Fliegerclub Dinslaken hatte Freunde alter Wagen zum Treffen auf die Wiese am Saatweg in Bruckhausen geladen.

Hünxe.. Auf der Wiese am Saatweg in Bruckhausen reihen sich ganz besondere Autos aneinander. Seit mehr als 20 Jahren lädt der 2CV Fliegerclub Dinslaken einmal im Jahr zum Enten- und Oldtimertreffen auf das Grundstück ein – und die Menschen kommen gerne. „Es gibt hier heute jede Menge seltener und schöner Autos zu sehen“, sagt Jürgen Ehlers vom Fliegerclub und freut sich über das sonnige Sommerwetter passend zur Veranstaltung. „Wir hatten über den Tag verteilt etwa 150 Oldtimer hier. Dazu noch mal 50 bis 60 Enten und ebenso viele alte Traktoren.“

Und die „Enten“, die hier einen großen Teil der geparkten Fahrzeuge stellen, sind ganz besondere Schätze. „Bei einer Ente hat man unzählige Möglichkeiten, das ganze Auto umzubauen“, erklärt Ehlers. Und dies haben sich die Entenfreunde bei ihren Fahrzeugen, die ab den 50er-Jahren bis 1990 produziert wurden, auch zunutze gemacht. Neben weitestgehend originalgetreuen Modellen lassen sich hier auch Cabrios finden – eines gar mit vier Türen. „So etwas gibt es in Deutschland bei Cabrios sonst eigentlich nicht. Das ist eine echte Rarität“, sagt Jürgen Ehlers.

Mit einer weiteren Rarität fährt Alex Gebauer auf das Gelände. Er sitzt am Lenkrad eines MG TC, Baujahr 1949. Doch wie kommt man auf die Idee, sich ein englisches Auto zuzulegen, das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde? „Meine Frau ist Schottin und meine Schwiegereltern sind in Tansania mit diesem Auto herumgefahren. Und ich bin sehr anglophil und da war es logisch, dass ich einen alten, englischen Wagen haben wollte“, erklärt Alex Gebauer. Für ihn ist der Wagen allerdings kein „Garagengold“, also eine Wertanlage, sondern ein Gebrauchsgegenstand. „Diese Autos sind nicht zum Angeben da, sondern zum Genießen. Man setzt sich rein, ist entspannt und genießt dann einfach die Fahrt“, sagt er.

Die dauerte von seinem Haus zum Gelände des Enten- und Oldtimertreffens nicht besonders lang. „Ich wohne gut zweieinhalb Kilometer von hier entfernt“, erzählt er. „Ich wollte einfach mal hier vorbeischauen und einige Bekannte treffen und mich mit ihnen austauschen.“ Die so genannten „Benzingespräche“ über verschiedene Automodelle, Motoren, Reifen und alles, was damit zu tun hat, gehören bei solchen Veranstaltungen mit dazu.

Während auf der Bühne die „Greyhounds“ Rockmusik servieren, wird schon das Lagefeuer vorbereitet, an dem sich die Autofreunde bis in die Morgenstunden über ihre Autos unterhalten.