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Schwimmbad

Endspurt im „Dinamare“

24.08.2010 | 17:25 Uhr
Endspurt im „Dinamare“
Noch wird kräftig gewerkelt. Foto: Heinz Kunkel, WAZ FotoPool

Dinslaken. Wenige Wochen vor der Eröffnung des neuen Dinslakener Hallenbades haben wir einen Blick in das „Dinamare“ geworfen. Noch ist es trocken und staubig auf der Baustelle im Volkspark.

Doch in den letzten Wochen hat sich einiges getan in der zukünftigen Schwimmhalle, die offiziell den Namen „Dinamare“ tragen soll: Im Umkleidebereich sind die Spinde - blaue Töne für Männer, grüne für Frauen - fast fertig, in der Schwimmhalle legen Arbeiter gerade die Fliesen (zur Bildergalerie). Die fahrbare Stahlkonstruktion des Daches ist bereits installiert. Ab Anfang September werden die Becken gefüllt. Am 8. Oktober, so die Planung, soll Eröffnung gefeiert werden. Die NRZ hat sich vorab auf der Baustelle umgeschaut.

Die Arbeiten liegen gut in der Zeit. Jetzt hänge alles davon ab, ob das Blockheizkraftwerk rechtzeitig geliefert wird, erklärt Michael Hörsken, Geschäftsführer des Betreibers Dinbad und technischer Prokurist der Stadtwerke.

Durch einen provisorischen Eingang gelangen die Badegäste bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes im Sommer 2011 ins neue Bad. In der Schwimmhalle herrscht reger Betrieb. Fliesenleger machen sich in dem bis zu 3,80 Meter tiefen und 16,66 mal 25 Meter großen Sportbecken zu schaffen. Überall legen Bauarbeiter letzte Hand an. Bald soll die kalte Stahlkonstruktion des Daches hinter einer dezenten Deckenverkleidung verschwinden, dann wirkt die Atmosphäre schon freundlicher. Das „Cabrio-Dach“ ist der Clou des Schwimmbades: Es ruht auf Schienen und kann über den Umkleidebereich geschoben werden, sodass die Halle bei schönem Wetter fast komplett „oben ohne“ dasteht. „Auch die Fensterelemente können aufgeklappt werden“, erklärt Michael Hörsken. So wird das Hallen- zum Freibad.

Beach-Bar und
Volleyballfeld

Die ehemalige Liegewiese dient derzeit als Abstellfläche, soll aber bis zum nächsten Sommer wieder hergestellt sein. Neben der Rasenfläche sollen eine Beach-Bar mit Sandflächen und ein Beachvolleyballfeld Strandgefühle aufkommen lassen.

Komplett durch Wände vom Sportbeckenbereich abgetrennt werden kann die kleinere Halle mit dem 10 mal 16,66 Meter großen Lehrschwimmbecken. Das Besondere daran: Durch den Hubboden lässt sich die Beckentiefe vom 0 bis 1,80 Meter verändern. An den Wänden sind schon die beheizten Bänke zu erkennen.

In einem separaten Bereich untergebracht ist auch das Highlight des Bades für die jungen Besucher: Die 60 Meter lange Rutsche ist über ein Treppenhaus erreichbar und bereits fertig installiert. Mit bis zu 25 Stundenkilometern, verspricht Hörsken, geht’s hier in der blauen Röhre kurvenreich bergab. Fürs Wettrutschen soll noch eine Zeitmesseinrichtung installiert werden.

Die „Eingeweide“ des Bades arbeiten für den Besucher unsichtbar im Keller des Neubaus: Hier werden über eine zentrale Gebäudetechnik sämtliche Funktionen des Dinamare gesteuert. Riesige Rohre für Ab- und Frischluft schlängeln sich durch die Räume. Zwischen der Technik des alten und der des neuen Schwimmbades liegen Welten, erklärt Hörsken. Das neue, etwas größere Bad wird laut Berechnungen nur die Hälfte an Energie verbrauchen. Wärme und Strom produziert ein Blockheizkraftwerk, zusätzliche Wärme liefert die Fernwärme.

Zwei Bahnen für
die Öffentlichkeit

Die Beckentemperatur im Sportbecken soll bei 28 Grad liegen, im Lehrschwimmbecken sind 30 Grad vorgesehen, und im Planschbecken - das erst im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt wird - werden es 32 Grad sein, bei einer Lufttemperatur von 30 bis 32 Grad. Das Wasser wird nicht mehr durch Chlorgas, sondern mit Hilfe von Chlorbleichlauge desinfiziert. „Das ist ungefährlicher für die Mitarbeiter“, so Hörsken.

Anders als bisher wird es keine Zeiten geben, in denen das Bad nur für Vereine oder Schulen reserviert ist. Sie sollen sich das Becken mit den öffentlichen Badegästen teilen - zwei Bahnen bleiben immer für Tagesbesucher frei.

Auf den Eröffnungstag ist Michael Hörsken schon sehr gespannt - und für die ersten Badegäste gilt auf jeden Fall: „Einmal rutschen ist Pflicht“.

Rita Meesters

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Kommentare
21.10.2010
14:05
Endspurt im „Dinamare“
von Jump-Man | #3

Ist ja alles schön und gut. Aber an die Springer hat wohl wieder keiner gedacht. Wenn ich mir überlege, daß ich mit meiner Qulique von ´93 bis 2000 regelmäßig das Bad zum Springen besucht haben. Das waren noch Zeiten: vom 1ner hoch mit der Hand an den 5er, oder vom 3er glatt bis zur Decke. Das war Adrenalin pur. Gut, nicht immer zur Freude der Bademeister, aber die Mädels standen drauf und es gab sogar zwei, drei die selbst gesprungen sind. Wie gesagt - SCHADE drum.

29.08.2010
09:43
Endspurt im „Dinamare“
von Barryfan. | #2

Ich freu mich schon total auf die Eröffnung vom Bad. Ich hoffe das die Rutsche gut ist, weil sonst könnte es langweilig werden.
Am 8.10 werde ich da sein & alles ausprobieren.

25.08.2010
07:41
Endspurt im „Dinamare“
von Katze 4 | #1

Zwei Bahnen für die Öffentlichkeit im Sportbecken sind meiner Meinung nach viel zu wenig. Es gibt eine recht große Gruppe von Dinslakenern aller Altersgruppen, die regelmäßig in der Woche schwimmen gehen. Da werden 2 Bahnen ganz schnell zu eng. Dem ausgehängten Belegungsplan kann man dann auch entnehmen, dass es wirklich fast durchgängig nur 2 Bahnen zum freien Schwimmen gebe wird.
Zum unruhigen Wasser durch das Vereinstraining kommt nun also auch noch Nahkampf auf den 2 öffentlichen Bahnen dazu. Unabhängig von den deutlich steigenden Eintrittsgeldern erspare ich mir das dann wohl in Zukunft lieber.
Warum man bei einem solchen Projekt nicht an alle Dinslakener denkt ist mir schleierhaft.

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