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Gartenolympiade

Endlich aus dem Gewächshaus nach draußen

18.05.2012 | 18:09 Uhr
Endlich aus dem Gewächshaus nach draußen
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool

Hünxe. Der letzte Frost der Eisheiligen zieht sich aus den Gemüsebeeten in Hünxe. Zeit für Familie Höcker/Kapalla, die Setzlinge der NRZ-Gartenolympiade ins Freie zu setzen und damit den Startschuss abzugeben.

„Vor vier Wochen haben wir die Samen im Gewächshaus angekeimt und jetzt nach draußen gesetzt. Mit dem Frost haben wir gepokert“, erklärt Sabine Höcker. Glück gehabt, denn die Gurken und Sonnenblumen Setzlinge messen jetzt schon vier Zentimeter.

Aber nicht nur Glück, sondern auch ein grüner Daumen war im Spiel. Die Familie kennt sich gut aus mit dem Gärtnern. Sie hatte nämlich schon immer einen Garten und ist im neuen Haus seit zweieinhalb Jahren aktiv. Auf dem großen Grundstück wachsen deshalb fast ausschließlich Nutzpflanzen und Antonia (4), Luis (7) und Max (13) haben ihr eigenes Stück Beet.

Der Wettbewerb beflügelt den heimischen Garten

Auch das Gewächshaus passt bald ganz in den Nutzgarten. Denn nun soll zur Gartenolympiade ein größeres Haus aus einem Betonfundament und Glas entstehen. „Die Gartenolympiade gab den Anstoß für das neue Gewächshaus“, erzählt die Hünxer Gärtnerin. Mehr Platz also für heimisches Gemüse und die NRZ-Gurke. „Der Wettbewerbsgedanke tut dem Garten schon gut“, bestätigt sie weiter.

Neben den drei Sorten der Gartenolympiade wachsen auch Kräuter, Obst und Gemüse rund um den Froschteich im Garten. Von Äpfeln bis Zitronenmelisse ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sie alle haben jedoch einen in Hünxe heimischen Feind: die Schnecke.

So kommt es, dass der Familienvater sich des öfteren Mal den unbeliebten Gartenbewohnern entgegen stellt. „Die sind ein Spezialauftrag für meinen Mann, der überwältigt sie eins gegen eins“, scherzt Höcker. Der Gewächshausbauer Holger Kapalla stimmt seiner Frau schmunzelnd zu: „Ich mach die Vorarbeiten und kümmere mich um die Schnecken.“

Sonstige Schädlingsbekämpfer oder Dünger kommen bei Höcker/Kapalla aber nicht ins Beet. „Gerade das wollen wir nicht. Wir wollen, dass unser Gemüse besser schmeckt als im Laden“, bestätigt Höcker. Deshalb düngen Kompost und Pferdemist die Pflanzen und Brennesselsud bekämpft Schädlinge. Dazu kommen kleine Insektennistkästen, die den Pflanzen helfen sollen, schneller zu wachsen.

Zudem haben die Gärtner aus Hünxe auch Tipps für die Pflanzen der Gartenolympiade. „Die Gurken ranken bei uns hoch, dann faulen sie nicht“, erklärt Max Kapalla, der sonst als Experimentierer die verschiedensten Pflanzen setzt. „Und ich habe mal gehört, dass sich der Kürbis gut mit dem Mais versteht. Die beiden werden nebeneinander gepflanzt“, fährt seine Mutter fort.

Wenn die Schnecken in diesem Jahr nicht zu hungrig sind und das Gewächshaus nach dem Wochenende fertig ist, hat die Gärtnerfamilie jedenfalls gute Chancen bei der NRZ-Gartenolympiade. Ob die vier Zentimeter Vorsprung noch einzuholen sind?

Der Startschuss ist damit definitiv gefallen...

Maren Wenzel

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