Eine neue Schulküche für Mirembe Maria

Voerde..  Jeweils am Sonntag nach der Sternsingeraktion lädt die Kath. Gemeinde St. Paulus zum Afrikatag ein. In diesem Jahr war der Tag auch der Auftakt zum Jubiläum des Solidaritätskreises Eine Welt, der inzwischen seit 25 Jahren besteht. Im Gottesdienst brachte der Gospelchor afrikanische Lieder zu Gehör, begleitet von Trommeln mit eindringlichen Sologesängen. Solo sangen auch die beiden ugandischen Schwestern, die an diesem Tag in der Pauluskirche zu Gast waren. Seit einiger Zeit stehen sie im Dienst des Caritasverbandes.

Margret Heptner und Elmar Hark berichteten in der Messe vom Engagement des Kreises, zunächst in Peru, später in Uganda. In dieser Zeit waren einige Voerder in Afrika zu Gast, aber auch einige Ugander kamen nach Voerde. Auch in diesem Jahr ist ein Austausch geplant und die Paulusgemeinde hofft, die beiden Pfarrer der ugandischen Partnergemeinden mit einigen Gemeindemitgliedern begrüßen zu können.

Nach dem Gottesdienst kamen viele Gemeindemitglieder, unter ihnen auch einige Afrikaner, im Paulushaus zu einem Essen zusammen. Im Anschluss daran erzählten Claudia Paswark und Jutta Ulrich als Duo Simsalakling den Gästen afrikanische Märchen. Mit verschiedenen Instrumenten konnten sich die Kinder dabei einbringen.

Wer hierzulande in ein Möbelhaus geht, um sich seine „Traumküche“ planen zu lassen, der betritt ein Land der tausend Möglichkeiten. Alles geht, wenn nur das nötige Kleingeld da ist. Das fehlte jedoch der Schule in Mirembe Maria, in Katikandegeja, die von Voerde aus seit vielen Jahren unterstützt wird. Gekocht wird dort nur in der Trockenzeit, denn bei Regen kann man draußen kein Feuer entzünden. In einem großen Kessel, der auf drei großen Steinen über dem Feuer steht, wird das Essen zubereitet. Für Margret Heptner vom Solidaritätskreis Eine Welt war schnell klar, dass es so nicht weiter geht. Für gut 8000 Euro bekommt die Küche nun ein Dach, einen Vorratsraum und einen Herd, mit dem man weniger Holz verbraucht. So ist sicher gestellt, dass die Schulkinder auch dann Essen bekommen, wenn es draußen regnet.

Zu verdanken haben die Menschen in Uganda das ihrer eigenen Tatkraft (denn sie bauen die Küche selbst) und den Spenden der Sternsinger. So sagt die Gemeinde allen Spendern, Sternsingern und den Jugendlichen und Eltern, die sie auf ihren Wegen begleitet haben, herzlichen Dank. „Danke sagen wir auch den Frauen, die im Paulushaus für eine leckere Suppe zum Abschluss gesorgt haben’“, sagt Markus Gehling „und den Frauen, die sich im Hintergrund darum gekümmert haben, das alles organisiert wurde“. Gesammelt wurden fast 6600 Euro. Das fehlende Geld für die Küche steuert das Kindermissionswerk bei.