Eine Kochstunde
06.07.2008 | 16:49 Uhr 2008-07-06T16:49:16+0200WETTBEWERB. Zwei Dinslakenerinnen tischten beim Regionalwettbewerb des "Cooking Cup" auf.
KLEVE. Ran an die Töpfe, hieß es Freitag für Hobbyköche im Klever Möbelhaus Kleinmanns. In 60 Minuten ein mediterranes Hauptgericht zaubern, um sich für das Halbfinale des "Cooking Cup" zu qualifizieren, stand für drei Teams bei einer von 26 bundesweiten Ausscheidungsrunden auf dem Programm. Als letzte in Kleve gingen Renate Paulsberg und Anna-Maria Neifer aus Dinslaken ins "Kochrennen". Gespannt verfolgten die beiden vorher auf der anderen Seite des Herds, was Frank Wessner aus der Nähe von Hannover und seiner Münsteraner Freund Henrik Himpe so in Topf und Pfanne präsentierten.
Beim Vorbereiten der "Ballotine vom Stuberküken mit Risottopraline" setzten die Herren eine ernste Miene auf. "Das ist bei den Männer ganz normal. Die runzeln schon mal leicht die Stirn", erklärte Jury-Mitglied Ralf Tronnier, Chef eines Klever Restaurants. Dagegen wären die Damen viel entspannter, wusste er. Stimmt!
Schnelle und leckere Küche
Während Anna-Maria Neifer und Renate Paulsberg ihre benötigten Utensilien positionierten und mit der Vorbereitung loslegten, lächelten sie - und unterhielten sich dabei noch mit Zuschauern. "Auf eine schnelle, leckere Küche", setzt das Dinslakener Frauen-Duo, das hatten beide vorab der NRZ verraten.
Während Kleves stellvertretende Bürgermeisterin Petra Tekath, selbst Jury-Mitglied, einen Blick über die Schultern der Köchinnen wagte, erklärte sie begeistert: "Davon kann man sich ja jede Menge abgucken."
"Das darf alles nicht zu matschig werden"
Auf einmal Unsicherheit am Herd. Anna-Maria Neifer zog ihre Kollegin zu Rate. Bei Renate Paulsberg ebenfalls Achselzucken. Das mediterrane Gemüse brutzelte in der Pfanne einfach zu schnell. Doch sie bekamen die Lage in den Griff. "Das darf alles nicht zu matschig werden", hieß es wie aus einem Munde. "Und die Dorade Royal im Parmaschinken-Mantel kommt ganz zum Schluss. Sonst wird die zu zäh." Innerhalb von einer Stunde stand das Gericht der Damen fertig auf dem Tisch. Die Jury hatte die "köchelnde Qual der Wahl". Auch wenn Renate Paulsberg und Anna-Maria Neifer Platz zwei hinter dem Team Wessner/Himpe belegten und damit ausschieden, werden sie bestimmt weiterhin einmal pro Woche gemeinsam in den heimischen Küchen zaubern. Wer weiß, vielleicht klappt's ja beim nächsten Mal aufs Siegertreppchen.DER WETTBEWERBDas Halbfinale findet nun ohne die Dinslakenerinnen im September am Chiemsee statt. Die fünf besten Teams kochen danach im Finale auf der Insel Malta. Insgesamt hatten sich fast 800 Teams mit ihren Rezepten in diesem Jahr beworben. Weitere Infos gibt es unter www.cooking-cup.de.
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