Einblicke in die Vergangenheit
14.02.2010 | 20:43 Uhr 2010-02-14T20:43:00+0100Dinslaken. Am Sonntag wurde die Ausstellung, die das Chorarchiv des Kirchenchors St. Johannes Eppinghoven zeigt, im Museum Voswinckelshof eröffnet.
Seit Sonntag wird im Museum Voswinckelshof Musik erlebbar. Und mit ihr die 165 Jahre alte Tradition des Kirchenchores St. Johannes Eppinghoven, der in einer Ausstellung sein Chorarchiv der Öffentlichkeit vorstellt. Dabei zeigt sich ebenso, wie aktiv das Vereins- und Chorleben ist. Das hat auch Museumsleiter Dr. Peter Theißen bei der Vorbereitung festgestellt, noch nie sei eine Ausstellung so früh fertig gewesen, sagte er in seiner Begrüßungsrede, überbrachte Grüße von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und sprach der Stadtarchivarin Gisela Marzin seinen Dank für die fachliche Unterstützung aus.
Dem konnte sich der Vorsitzende des Kirchenchores, Peter Sundarp, nur anschließen und bedankte sich bei Theißen für die gute Zusammenarbeit.
Die Idee zur Ausstellung entstand, als der Vorstand des Chores vor sieben Jahren wechselte. Die Sänger begannen, Material zu sammeln und zu ordnen, Reinhard Brinkmann wurde zum Archivar des Kirchenchores.
Familiäre Atmosphäre
„Wir leben seit 165 Jahren diese musikalische Profession”, sagte Sundarp in seiner Rede und darauf sei der Chor, der auch über ein umfangreiches weltliches Repertoire verfügt, stolz. Die Sänger lebten eine gute Chorgemeinschaft, man treffe sich unter Freunden, beschreibt der Vorsitzende das Gemeinschaftsgefüge des Kirchenchores. Diese familiäre Atmosphäre ist wenig später auch in den Ausstellungsräumen im Obergeschoss spürbar.
Für Ohren und Augen
Zur Eröffnung ließen es sich die Sänger – der Chor ist einer der letzten zwei reinen Männerchöre im Bistum Münster, beide von Christoph Segerath dirigiert – nicht nehmen, die zahlreichen Besucher im Erdgeschoss des Museums mit dem „Sängergruß” auf die Ausstellung einzustimmen. Die musikalische Darbietung von „Sonntag ist heut” und des „Eppinghovener Heimatliedes” war ein Ohrenschmaus in schöner Akustik.
Eine Etage höher gab es nicht nur etwas für die Ohren (die Besucher können sich Aufnahmen von Chorkonzerten anhören), sondern vor allem viel zu sehen und zu entdecken. Großer Andrang herrschte besonders vor den Gruppenfotos der Sänger, deren Zuordnung durch Folien erleichtert wird. Gelegenheiten für ein „Weißt du noch?” gibt es viele inmitten von Programmen, alten Notenblättern und Gesangbüchern, Protokollen, Dokumenten und Bildern. Ein besonderes Exponat ist beispielsweise das erste restaurierte Chorbuch.
Eine gelungene Ausstellung und ein sehenswertes Stück Stadtgeschichte.
Die Ausstellung ist bis zum 14. März während der Öffnungszeiten des Museums (Di. bis So. von 14 bis 18 Uhr) zu sehen. Jeden Tag wird ein Sänger anwesend sein, um Fragen zu beantworten. Am 26. Februar findet um 18 Uhr ein Vortrag über die Heilige Cäcilia und am 5. März eine offene Probe des Chores statt.
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