Ein Weg durch die Geschichte Drevenacks

Stein für Stein erklärt sich die Dorfgeschichte.
Stein für Stein erklärt sich die Dorfgeschichte.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine Tour entlang der Erinnerungssteine - per Rad oder zu Fuß zu bewältigen - macht auf die Vergangenheit des Dorfes aufmerksam

Hünxe..  Ein wenig sind sie in Vergessenheit geraten, die Erinnerungssteine, die der Heimat- und Verkehrsverein Hünxe zum Jubiläum 1111 Jahre Drevenack aufgestellt hat. Barbara Pollak-Schuler und Edith Dickneite, die Aktiven der Gruppe „Wir für Drevenack“, haben sich Gedanken darüber gemacht, wie sie das ändern könnten. Zwei Jahre hat es gedauert, jetzt ist es soweit: Ein ausgeschilderter Rad-Wanderweg führt Interessierte zu den Erinnerungssteinen. Weil die Strecke individuell zusammenstellbar ist, eignet sie sich für Wanderer ebenso wie für Radfahrer.

Los geht es an der alten Molkerei, an die heute nur noch der Stein erinnert - sie musste dem neuen Marktplatz weichen. Von hier führt die Tour zur Friedenseiche am Friedhof, zum Jubiläumsstein und weiter über die ehemalige Pfarrschule, den alten Friedhof neben der Dorfkirche, die Dorfschule, Gut Uppen Venne - heute Schulte Bunert. 30 Kilometer lang ist der Rundweg. Neben jeder Station ist auf einem Aufsteller eine Karte zu sehen: Radler können herausfinden, wo sie sind und wie es weitergeht. „Die Stationen sind beliebig miteinander kombinierbar“, erläutert Barbara Pollak-Schuler.

Sie und ihre Mitstreiterin Edith Dickneite sind den Weg abgeradelt. „Man kann überall gut fahren, auch mit Kindern“, sagen die Frauen. Weitere mögliche Haltepunkte sind die Otto-Pankok-Schule und das alte Posthaus; es steht heute noch, wenn auch verändert. Wo inzwischen die freiwillige Feuerwehr Drevenack residiert, befand sich einst eine Windmühle. Auch an sie erinnert ein Stein. Weiter geht es zu Haus Esselt, alte Wasserburg, Haus der Familie Pankok und heute Otto-Pankok-Museum, und ins Naturschutzgebiet Wacholderheide bis zu Haus Schwarzenstein, von dessen ursprünglichem Gebäude nur der Turm überdauert hat.

„Anfangs haben sich die Leute über die Aufsteller gewundert“, erzählt Pollak-Schuler. Das lag daran, dass zunächst kein Sinn erkennbar schien, die Karten fehlten noch. Die Frauen haben viel Zeit in das Projekt gesteckt, und freuen sich nun, dass die Route steht und ausgeschildert ist. Verwirklicht haben sie ihr Projekt mit Hilfe der Gemeinde. „Drevenack hat viel zu bieten“, sagt Pollak-Schuler. Man müsse nur auf die Schätze aus der Vergangenheit aufmerksam machen, sie im wahren Wortsinne erfahrbar werden lassen.