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Stadtentwicklung

Ein neuer Weg ins Zentrum

10.02.2012 | 19:34 Uhr
Ein neuer Weg ins Zentrum
Im Bereich des Hochhauses soll ein Durchgang zur Innenstadt entstehen. Foto: Hans Blossey

Voerde.   Stadt will den Bereich Grutkamp besser an die Innenstadt anbinden und schafft dafür einen Durchgang.

Sobald es das Wetter zulässt, möchte die Stadt damit beginnen, eine bessere Anbindung des Grutkamps an die Einkaufsbereiche im Zentrum zu schaffen. Ermöglichen soll dies ein Durchgang, für den die im Bereich des Hochhauses stehende Garagenzeile versetzt wird. Der neue Weg soll farbig gestaltet und mit Licht ausgestattet werden, wie Voerdes Chefplaner Wilfried Limke erläutert.

Die Maßnahme ist Teil des integrierten Handlungskonzeptes „Lebendige Innenstadt Voerde“, das mit Landesmitteln aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert wird. „Es ist wichtig, dass das Wohnen funktioniert“; mit Hilfe des Durchgangs entstehe „eine kurze und gefahrenfreie Wegeverbindung“, stellt Limke auch mit Blick auf die am Grutkamp entstandene Wohnanlage für Senioren fest. Der zweite Gebäudekomplex ist im Bau.

„Die Eigentümer machen hier bereitwillig mit“, verweist Limke erfreut auf den Kooperationswillen der Besitzer, die von der Maßnahme tangiert sind.

Nicht weit vom Grutkamp entfernt gestaltet sich die Bereitschaft mitzutun alles andere als eindeutig: Das Innenstadtprojekt mit Umgestaltung des Wohn- und Geschäftshauses am Rathausplatz und eingeschossiger Bebauung des dahinter liegenden Parkdecks hakt noch immer daran, dass die Stadtzentrum Voerde Projekt GmbH als Investorengruppe nicht Besitzerin des Gebäudes ist und ihr die erforderliche 100-prozentige Zustimmung der Miteigentümerschaft fehlt. Limke hatte jüngst am Donnerstag im Betriebsausschuss an die Verantwortung derer appelliert, die den Prozess blockieren (die NRZ berichtete). Es könnte der Verlust der Fördermittel drohen, ist das Innenstadtprojekt doch eine bedeutende Teilmaßnahme innerhalb des integrierten Handlungskonzeptes.

Limke geht aber nicht davon aus, dass Fördermittel zurückgezahlt werden müssen, wenn das Gesamtprojekt nicht gelingen sollte. Er rechnet damit, dass „stabile Förderlinien bleiben“, wie er sagt.

Leerstände - Zwangsversteigerung

Eine Vielzahl an Leerständen prägt seit langer Zeit das Bild im großen Geschäftsgebäude am Rathausplatz in Voerde. Eine auf der Vorderseite liegende Ladenzeile und die darüber befindliche Wohneinheit kommen unter den Hammer: Für Mittwoch, 29. Februar, ist vor dem Dinslakener Amtsgericht der Zwangsversteigerungstermin für die Objekte angesetzt. Der Verkehrswert für die Gewerbeeinheit wurde mit 190 000 Euro festgelegt, für die Eigentumswohnung liegt dieser bei 110 000 Euro. Das entsprechende Gutachten datiert auf August 2010, der Versteigerungsvermerk wurde bereits im November 2009 ins Grundbuch eingetragen. Ob die Investorengruppe für das Innenstadtprojekt, die noch nicht Besitzerin der Gesamtimmobilie am Rathausplatz ist, mitbieten wird, war gestern nicht zu erfahren. Geschäftsführer Ludger Ernsting war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Petra Keßler

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