Ein Meister mit Leib und Seele

Voerde..  „Ein Industriemeister bleibt immer Industriemeister, auch im Ruhestand“ hat Hans Hausmann einmal gesagt. Und er selbst war ein ganz besonderes Exemplar. Denn Hans Hausmann war Industriemeister mit Leib und Seele, vertrat diesen Berufsstand mit außergewöhnlichem Engagement. Vom Bergbau in Beeckerwerth wechselte der gebürtige Duisburger, der in den 60er Jahren nach Voerde zog, zur August-Thyssen-Hütte (heute ThyssenKrupp). Als Industriemeister wurde er Bundesvorsitzender der Industriemeistervereinigung, war für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und sorgte durch seinen beharrlichen Einsatz dafür, dass der Begriff „Industriemeister“ in die Standardwerke Brockhaus und Duden aufgenommen wurde. Nach dem Berufsleben blieb Hausmann aktiv, war zudem Mitglied in zahlreichen Gesellschaften und Vereinigungen (Mercatorgesellschaft, Förderverein Uni Duisburg-Essen,...). Am Rande blieb Zeit für sein Hobby: Hans Hausmann schrieb Staatsoberhäupter, Präsidenten und wichtige Menschen an, bat um persönliche Fotos mit Unterschrift. JFK, Fidel Castro, Tito, Obama und andere grüßten Hans Hausmann.

Auch persönlich traf der Voerder gerne Prominente, war Gast bei diversen Diplomaten und Bundespräsidenten. An Hausmanns Seite stets seine Frau Paula, mit der er so lange es ging täglich am geliebten Rhein in Voerde spazieren ging. Beide beobachteten gerne Schiffe, unterhielten sich mit anderen Spaziergängern.

Am 1. April verstarb Hans Hausmann nach schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren, die Trauerfeier hat im engsten Familienkreis stattgefunden.