Ein Familienbetrieb in der 3. Generation

Dinslaken..  Elektroautos sind im Kommen, immer mehr Autohersteller setzen auf diese neue Antriebsart. Doch schon vor 70 Jahren kamen die Fahrzeuge, auch wenn sie mit Benzin angetrieben wurden, nicht ohne Elektronik aus. Es entwickelte sich sogar ein eigener Beruf neben dem des Automechanikers. Zu den Fachleuten für Autoelektrik gehörte auch der Vater von Alfred Brodkorb, der sich im Oktober 1945 mit einer eigenen Firma für Autoelektrik selbstständig machte.

„Im Krieg hatte mein Vater, der Elektromeister war, Erfahrungen mit der Autoelektrik gemacht“, berichtet Alfred Brodkorb. Nach dem Krieg hat er Lehrgänge absolviert und schließlich die Lizenz erhalten, diesen Beruf auszuüben. Neben dem Betrieb in Dinslaken hatte sein Vater in Walsum noch eine Elektrofirma eröffnet.

Jetzt haben sich die Firmeninhaber entschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen. Nach über 50 Jahren im Dienste der Marke Bosch haben sich Alfred und Paul Brodkorb dazu entschlossen, ihren Autoservice unter dem Namen „Brodkorb Car Service“ neu durchzustarten. „Unter dem neuen Namen werden wir uns auch weiterhin einsetzen, alle Wünsche zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen“, so Juniorchef Paul Brodkorb. Bereits seit Jahren bietet das Unternehmen, das sich an der Kleiststraße 83 befindet, neben der Elektrik auch den kompletten Service rund ums Auto an.

Breite Servicepalette

„Unsere Fachkräfte sind spezialisiert auf Motorelektronik, Mechanik, Inspektion, Klimaservice, Standheizungen, Haupt- sowie Abgasuntersuchungen“, betont Paul Brodkorb. Den neuen Namen trägt das Familienunternehmen ab dem 1. Juli und soll diese breite Servicepalette unterstreichen.

Bis vor einigen Jahren wurden die Berufe noch strikt getrennt. Es gab den Kfz-Mechaniker und den Autoelektriker. Jeweils mit einer eigenen Ausbildung. „Heute sind sie zum Kfz-Mechatroniker zusammengeführt“, so Alfred Brodkorb, der diese Entwicklung miterlebte. Seine Philosophie lautet, nicht nur defekte Teile auszutauschen, sondern zu schauen, warum das Teil überhaupt kaputt gegangen ist.

In all den vergangenen Jahrzehnten wurde in dem Betrieb auch ausgebildet. Das werde auch künftig so sein, meint Alfred Brodkorb. Er selbst hat den Betrieb 1975 von seinem Vater übernommen.

Bei der Berufswahl gab es für ihn eine Alternative: Da sein Vater gleichzeitig einen Elektrobetrieb hatte, nahm dieser ihn in den Sommerferien auf die Baustellen mit. Danach entschied sich Alfred Brodkorb für den Beruf des Autoelektrikers. Heute führt er gemeinsam mit seinem Sohn das Unternehmen. Um die Wünsche der Kunden kümmern sich drei Mitarbeiter in der Werkstatt und ein Mitarbeiter im Büro.