Ein ereignisreiches Wochenende für die Feuerwehr
20.02.2012 | 17:13 Uhr 2012-02-20T17:13:00+0100
Münster/Hünxe. Löschzug der Hünxer Feuerwehr rückte in Münster zu zehn Einsätzen aus: Zum Glück handelte es sich nur um Übungen.
Dichter Rauch dringt aus dem Flur, Flammen schlagen aus einer Wohnung im ersten Geschoss. Einsatzleiter Jens Förster ist einer der ersten vor Ort, unternimmt mit einem weiteren Feuerwehrmann eine erste Erkundung. Der Hausmeister des Mehrfamilienhauses hat den Alarm ausgelöst, hat das Feuer gemeldet. Ausgerückt ist eine Löschgruppe, neun Blauröcke sind für den Einsatz bereit. Alles klappt wie am Schnürchen, am Ende ist der Einsatzleiter zufrieden, auch wenn es sich um eine Übung handelte.
Die Mitglieder des Löschzugs der Hünxer Feuerwehr können ebenfalls zufrieden sein. Das Wochenende, das sie mit Übungen auf dem Gelände des Instituts der Feuerwehr in Münster verbrachten, hat sich gelohnt.
Insgesamt zehn verschiedene Szenarien hatte Brandinspektor Andreas Schlappa mit einem Team vorbereitet. Der Wohnungsbrand gehörte dazu. Die Alarmierung lautet Wohnungsbrand und eine vermisste Person. Während der Einsatzleiter die Lage vor Ort erkundet, bauen die übrigen Einsatzkräfte die Wasserversorgung auf. Zwei Mitglieder des Löschzuges schnallen sich Atemluft flaschen auf den Rücken, legen die Atemmasken an, dann verschwinden sie im dichten Rauch des Flures.
Berni gesucht
Sie suchen Berni, einen 80 Kilogramm schweren Dummy, der irgendwo in der Wohnung ist. Nach kurzer Zeit die Rückmeldung: „Eine Person gefunden“, tönt es auf dem Funkgerät des Einsatzleiters. Ein zweiter Trupp verschwindet im Haus, zu viert wird Berni vor das Haus gebracht.
Keine leichte Aufgabe, denn allein die Atemschutzgeräte bringen 17 Kilogramm auf die Waage. Abschließend wird der Brand gelöscht, das Gebäude gelüftet. „Übung bestanden“, lobt der Brandinspektor.
Auch die übrigen Aufgaben lösten die Hünxer Wehrleute erfolgreich, den Brand eines Wohnwagens oder das Aufbringen einer Ölsperre auf einem Gewässer.
Marcel Turnau, einer der jüngsten Feuerwehrmänner, beschreibt die Übungstage als hilfreich. Auf dem Gelände konnte man die verschiedenen Einsätze gut simulieren. „Mir hat besonders die sehr gute Stimmung im Team und der Zusammenhalt der Kameraden gefallen“, sagte der 18-Jährige. Im Abstand von zwei Jahren können die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Münster praktische Übungen durchführen.
Bereits zum zweiten Mal war der Löschzug der Feuerwehr Hünxe auf dem Gelände des Institutes. Auf dem zirka 2,5 Hektar großen Grundstück befinden sich Straßenzüge mit Gebäuden unterschiedlicher Höhe, Eisenbahnanlagen mit Waggons und Oberleitungen, ein Gleis mit einer Straßenbahn, Baustellen, Gewässer und Schächte.
0mitdiskutieren