Ein Eisbär, Ponys und Schafe auf der Rennbahn

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Dinslaken.. Die Sonne schien und sorgte auf der Trabrennbahn für sommerliche Temperaturen. Genau das richtige Wetter, um rauszugehen und etwas zu erleben. Und der NRZ-Familientag bot dazu ausreichend Gelegenheit. Sonnenbrillen gehörten hier zur Bekleidung fest dazu und einige Besucher hatten Mützen oder Strohhüte aufgezogen, um sich vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Wenn auch nicht ganz so ausgefallene Kreationen, wie sie die englische Königin zu Pferderennen zu tragen pflegt. Spaß hatten die Besucher trotzdem – vor allem die Kinder. „Schau mal, Mama. Ein Pferd“, rief ein kleines Mädchen über die Besuchermenge hinweg. In ihrem Blickfeld: Die ersten Minitraber, die sich auf ihre Runden über die Trabrennbahn machten. Eine Attraktion, für die kleinen und großen Besucher gleichermaßen.

Die konnten auf dem gesamten Gelände ihren Spaß haben. Ob Karussell oder kleine Raupe, auf der Feuerwehr- und Polizeiwagen ihre Kreise zogen, für die jungen Besucher wurde einiges geboten. Auf Hüpfburg und aufblasbarer Rutsche konnten sie sich austoben und an den Aktionsständen der NRZ drehte sich fast ausschließlich alles um die Kleinen.

Die Hauptattraktion hier ganz klar Eisbär Knut, der mit seinem „Klartext für Kinder“ die Zeitungsseite für die kleinsten Leser der Tageszeitung gestaltet. Und während der Eisbär trotz sommerlichen Temperaturen mit den Kindern seine Späße machte, für Fotos posierte oder für Umarmungen parat stand, konnten die Kinder selbst ein paar Beiträge zur Zeitung leisten. Hier kamen jede Menge Tipps für den Sommer zusammen: Die besten Schwimmbäder in der Umgebung oder besondere Ausflugsziele – empfohlen von Kindern für Kinder. Da staunte auch Eisbär Knut nicht schlecht.

Auch der Kindertrödelmarkt im Tribünenhaus war von den jungen Besuchern der Trabrennbahn gestaltet worden. Hier wechselten Spielzeuge, Brett- und Computerspiele und auch Kinderkleidung den Besitzer. „Die Sachen, die ich verkaufe, habe ich zusammen mit meinen Eltern ausgesucht“, berichtete der 12-jährige Darius Friem. Der Abschied von Spielsachen aus dem eigenen Kinderzimmer fiel ihm nicht besonders schwer. „Das sind Dinge, mit denen ich nicht mehr spiele. Die können weg“, erklärte er. Das Geld, das er mit dem Verkauf seiner Spielsachen verdient, möchte er sparen. Letzteres hat auch die 12-jährige Julia Boscheinen vor, die mit ihrem Vater an einem eigenen Stand saß. „Eine Idee, was ich davon kaufen will, habe ich noch nicht“, sagte sie. Die Waren für ihren Stand suchte sie selbst aus. „Das war manchmal schwierig“, erzählte sie, auch wenn sie die verkauften Spielzeuge nicht vermissen wird. Für manches wird man als junge Dame einfach irgendwann zu erwachsen.

Andere Kinder freuten sich dafür, bei den Spielsachen das ein oder andere Sonderangebot zu erwischen. Da flogen schon nach kurzer Zeit einige Raumschiffe aus einer weit entfernten Galaxie in Kinderhänden durch das Tribünenhaus. An anderer Stelle drehten verschiedene Spielzeugautos schnell ihre Runden – immer in den Händen ihrer neuen, stolzen Besitzer.

Einige besondere Angebote und Aktionen hatten der Verein Gänseblümchen Voerde, der sich um krebskranke Kinder kümmert und das Friedensdorf International mitgebracht. Am Gänseblümchen-Stand bildete sich eine kleine Schlange. Hier wollten die Besucher Waffeln haben, die gegen eine Spende von mindestens einem Euro an den Verein abgegeben wurden. „Wir können gar nicht so viele Waffeleisen hierhin stellen, wie wir eigentlich bräuchten“, erklärte Andreas Sauer, der stellvertretende Schriftführer des Vereins. Die meisten Gäste am Stand spendeten einen Euro für die Waffeln. „Es gibt auch Menschen, die sich eine Waffel mitnehmen und fünf Euro hierlassen“, berichtete Andreas Sauer. „Andere geben auch einfach so eine Spende ab.“

Neben den Waffeln wurden hier auch Tragetaschen und Tassen verkauft, verziert mit Schildkröte Sam, dem Maskottchen des Vereins. Den gab es für die kleinen Besucher nicht nur als Kuscheltier, sondern auch lebendig zum Anfassen. Die menschengroße Schildkröte schüttelte den Kindern die Hände, nahm sie in den Arm und ließ sich fotografieren. Und selbst ein kleiner Tanz mit dem Eisbären Knut vom NRZ-Stand nebenan stand auf dem Programm.

Neben Karussells, Popcorn und Zuckerwatte hatten die Vertreter des Friedensdorf International ihren Stand aufgebaut. Und hier gab es besondere Glücksbringer für die Besucher: galvanisierte (beschichtete) Hufeisen, die hübsch golden glänzten und ihren neuen Besitzern Glück bringen sollten. „Wir haben die Hufeisen vom Trabrennverein bekommen und geben sie gegen eine Spende ab“, erklärte Jürgen Slusarek vom Friedensdorf International. Wie viel Geld die Besucher des Standes für die Hufeisen geben möchten, bleibt ihnen überlassen. „Die Nachfrage ist schon ganz rege. Und die meisten, die sich ein Hufeisen mitnehmen, geben dafür zwischen einem Euro und fünf Euro an Spende“, berichtet Slusarek.

Für ihn ist es aber wesentlich wichtiger, dass die Menschen mit der Arbeit des Friedensdorfes in Kontakt kommen und sich darüber informieren. „Wenn sie dann ans uns denken, wenn sie auf das Hufeisen schauen, ist das auch gut“, sagt Jürgen Slusarek.