Durch Liebe zum Buch zum Krimi

Krimiautorin Caroline Stollmeier aus Voerde schreibt am Laptop ihre Texte und liest selbst viel, wie die Bücherwand im Hintergrund zeigt.
Krimiautorin Caroline Stollmeier aus Voerde schreibt am Laptop ihre Texte und liest selbst viel, wie die Bücherwand im Hintergrund zeigt.
Foto: Lars Fröhlich
Was wir bereits wissen
Als sie vom Wettbewerb der Buchhandlung Lesezeit! und der NRZ erfuhr, machte sich Caroline Stollmeier ans Schreiben einer Kurzgeschichte.

Voerde..  Es begann mit einem Artikel in der Zeitung. Caroline Stollmeier sah genauer hin, weil ihre Stammbuchhandlung „Lesezeit!“ in Voerde erwähnt wurde. Als sie sah, dass es um einen Wettbewerb ging, bei dem Krimi-Autoren gesucht wurden, war sie zwar interessiert, aber der Ehrgeiz, selbst daran teilzunehmen, packte sie noch nicht. Dafür sorgte schließlich ihr siebenjähriger Sohn Simon. „Da musst Du mitmachen, Mama!“, bestimmte er und machte sich noch am selben Tag mit seiner Mutter auf den Weg zur Buchhandlung nach Voerde, um mehr über den Wettbewerb zu erfahren.

„Wir haben uns dann die möglichen Krimianfänge notiert, die im Schaufenster hingen“, erzählt Caroline Stollmeier. „Zum Glück hatte ich direkt eine passende Geschichte im Kopf.“ Freilich musste die sich erst noch entwickeln, gingen die vorgeschlagenen ersten Sätze doch eher in Richtung Meer und Oktoberfest. „Ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, die auch hier vor Ort spielt“, sagt die Krimi-Autorin.

Als Schauplatz des Verbrechens suchte sie sich folgerichtig auch einen Ort aus, der in der Gegend bekannt ist: die Rheinpromenade von Götterswickerhamm, genauer gesagt, den Spielplatz dort. „Ich bin dort oft mit meinem Mann und den Kindern unterwegs. Wir sind gerne am Rhein und die Rheinpromenade ist der nächste Ort dafür“, berichtet Caroline Stollmeier. Wo sonst Spaziergänger entlangbummeln und Kinder spielen, geht es in ihrer Kurzgeschichte mit dem Titel „Fesselnd“ spannend zu. „Dass es spannend werden soll, war ja eigentlich die einzige Vorgabe, die es für die Krimigeschichten zum Wettbewerb gab“, sagt Caroline Stollmeier. Um den Ort des Geschehens richtig einzufangen, machte sie sich extra noch einmal auf den Weg ins Rheindorf. „Ich wollte, dass die Beschreibung am Ende möglichst realistisch wird“, erklärt sie.

Nach der Recherche vor Ort ging es mit dem Laptop auf dem Schoß auf die heimische Couch – zum Schreiben. Ihr selbst geht es bei der Teilnahme am Wettbewerb allerdings nicht darum, diesen auch unbedingt zu gewinnen. Beim Verfassen ihrer eigenen Kurzgeschichte war ihr hauptsächlich wichtig, dass sie selbst Spaß an der Sache hat. „Außerdem wollte ich die lokale Aktion unterstützen“, erklärt sie. Denn sie und ihr Mann sind froh, eine Buchhandlung vor Ort zu haben. „Bücher sind uns sehr wichtig“, sagt die Autorin und verweist auf die mit Büchern angefüllte Regalwand im Wohnzimmer.

Ob sie eine Chance hat, den Wettbewerb zu gewinnen, weiß sie nicht und gibt sich eher skeptisch. „Ich habe eigentlich keine typische Krimigeschichte geschrieben. Ich bin eher ein Fan von Psychothrillern“, verrät die Autorin, die sonst gemeinsam mit ihrem Mann ein Internetblog schreibt. „Ich weiß auch nicht, ob ich die Ausdauer hätte, mir die Handlung für einen richtigen langen Krimi auszudenken“, verrät sie. „Die Form der Kurzgeschichte für den Wettbewerb kam mir ganz gelegen.“

Krimiautoren werden noch gesucht

Vielleicht hat der eine oder andere die ruhigen Tage des Weihnachtsfestes genutzt, um seine Krimi-Kurzgeschichte zu vollenden. Noch bis zum 31. Dezember 2014 haben Autoren Zeit, sich am Wettbewerb der Buchhandlung Lesezeit und der NRZ Dinslaken zu beteiligen.

Gesucht werden Autoren, die regionale Krimi-Kurzgeschichten schreiben. Die Geschichten sollen nicht länger als fünf Din-A4-Seiten sein. Danach entscheidet eine Jury über den Gewinner, es winken ein 100-Euro-Gutschein für die Lesezeit, ein Auftritt bei der nächsten Voerder Krimi-Nacht und eine Veröffentlichung in der NRZ Dinslaken/Voerde/Hünxe.

Passende Satzanfänge und weitere Informationen erhalten Autoren in den Lesezeit-Filialen in Voerde, Spellen und Dinslaken. Infos gibt es auch im Internet auf der Seite www.lesezeit-buchhandlung.eu.