Dritter Teil einer Erfolgsgeschichte

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Dinslaken..  Julian ist 14 Jahre alt, besucht die Realschule und möchte später Schlosser oder Verkäufer werden. Scharina interessiert sich für einen Beruf als Krankenpflegerin oder Hotelfachfrau und Benjamin möchte zur Deutschen Bahn oder Bankkaufmann werden. Drei Schüler, die sich auf den Übergang von der Schule zum Beruf vorbereiten. Unterstützt werden sie dabei von der Schülerpersonalagentur, die jetzt das dritte Bewerberbuch veröffentlicht hat.

Dabei geht es nicht darum, als Vermittler aufzutreten, sagt Gilbert Kuczera vom Kinderschutzbund Dinslaken-Voerde, der die Aktion betreut. Gemeinsam mit Jan Hulvershorn kümmert er sich um die Jugendlichen, die bei der Schülerpersonalagentur anheuern. Die Schüler werden ab der siebten Klasse begleitet, es gibt Hilfestellung beim Akquirieren der Firmen und bei der Auswahl der Berufsfelder. Es geht darum, dass die Teilnehmer selbstständig ihre Zukunft in die Hand nehmen, Kontakte knüpfen und sich bei Firmen bewerben. Und zum Bewerbungsgespräch können sie dann die neue Broschüre mitnehmen, in der sich die Jugendliche auf einer Seite präsentieren, mit ihrem Berufswunsch, mit Angaben, welche Praktika absolviert wurden, mit ihren Stärken und besonderen Kenntnisse und Interessen.

Zur Präsentation der aktuellen Ausgabe waren nicht nur beteiligte Schüler, sondern auch Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, die SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp und Vertreter von Firmen, die mit der Schülerpersonalagentur kooperieren, in die Kita an der Teerstraße gekommen.

Viele Partner helfen

Heidinger nannte die Agentur ein Erfolgsmodell. Das habe man hinbekommen, weil man viele Beteiligte habe, weil man Partner habe, die bereit seien, mitzumachen und den Jugendlichen eine Chance zu bieten. Für die Landtagsabgeordnet Sarah Philipp war es eine Rückkehr, vor einigen Jahren war sie für das Forum Lohberg tätig. Auch sie lobte das Engagement der Beteiligten, bezeichnete das Engagement des Kinderschutzbundes als Vorzeigeprojekt.

Jugendliche, die in den vergangenen Jahren bei der Schüleragentur aktiv waren, berichteten von ihren Erfolgen, zeigten auf, dass dieser Weg zum erhofften Ziel führen kann. Ein Teilnehmer erklärte, er habe viele Kontakte knüpfen können, dadurch hätte er viele Chance bekommen und steht nun davor, Abitur zu machen und dann mit dem Studium der Sozialwissenschaften zu beginnen. Ein Vater betonte, dass all die Bemühungen der Agentur ein Ziel hatten: die Selbstständigkeit der Teilnehmer zu stärken und auszubauen. Dass es funktioniert, belegen zwei weitere Jugendliche, die an den Betriebsbesuchen teilnahmen und nach den Sommerferien bei den Wirtschaftsbetrieben der Stadt Duisburg eine Ausbildung beginnen.