DLRG spart für ein neues Rettungsfahrzeug

Vorbereitung auf den Einsatz bei den DLRG-Rettungsschwimmern.
Vorbereitung auf den Einsatz bei den DLRG-Rettungsschwimmern.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim Tag der offen Tür kamen bereits einige Spenden zusammen. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger wurde für zehn Jahre Mitgiedschaft geehrt.

Dinslaken..  Ein Blaulicht auf dem Boden, darum ein großes Rechteck aus rot-weißem Absperrband. Dieses Bild erwartete die Besucher am Samstag auf dem Gelände der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Dinslaken. Symbolisch sollte es für das Einsatzfahrzeug stehen, das der Dinslakener DLRG fehlt. Diese lud zum Tag der offenen Tür in die Rheinrettungsstation in Möllen. Bei kalten Getränken und Bratwürstchen konnten sich Interessierte über die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder informieren. Rund 200 hat die DLRG Dinslaken, 30 davon sind aktiv im Einsatz.

Nicht nur in Dinslaken, sondern überall dort wo Hilfe gebraucht wird. Zum Beispiel bei dem schweren Hochwasser im Norden und Osten Deutschlands vor zwei Jahren, bei dem einige Mitglieder der Dinslakener Truppe in Schönebeck, Sachsen-Anhalt, mit anpackten.

Eine Herausforderung – auch für das Einsatzfahrzeug des Vereins, das nach der insgesamt knapp 1000 Kilometer langen Strecke nicht mehr einsatzfähig war. Seitdem spart der Verein, der sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert, für einen neuen Wagen. Dieser wird benötigt, um Rettungsboote und möglichst viele helfende Hände zu den Einsatzstellen zu transportieren. Momentan dient ein Jeep als Ersatz, in den passen jedoch nur fünf Leute. Die DLRG sei in der Lage, in Dinslaken und Umgebung tätig zu sein, so Bastian Kischkewitz, stellv. Einsatzleiter, aber „beim nächsten Hochwasser kommt es auf jeden Mann an und dann kann es fatal sein, wenn ein richtiges Fahrzeug fehlt“.

Finanzielle Unterstützung gab es am Samstag von der Volksbank Dinslaken und dem Lions Club, die jeweils 2000 Euro spendeten. Auch die Einnahmen vom Würstchen- und Getränkeverkauf werden für ein neues Fahrzeug, das rund 52 000 Euro kostet, gespart.

Der Tag der offenen Tür war gleichzeitig der Start in die Wachsaison. Bis Ende Oktober sind die Rettungshelfer der DLRG Dinslaken wieder am und auf dem Rhein im Einsatz – klären die Besucher darüber auf, wie gefährlich das Schwimmen dort ist und machen Kontrollfahrten in den Rettungsbooten.

In diesen durften die Besucher eine Spritztour mit den DLRGlern machen und so das Wachgebiet, das von der Walsumer Fähre bis zum Voerder Kanal reicht, vom Wasser aus kennenlernen. Mit bis zu 50 km/h „heizten“ die Boote über den Rhein, trocken ging da niemand von Bord.

Das störte kaum, denn die Sonne ließ sich immer mal wieder blicken. Und so feierten rund 150 Besucher mit den Mitgliedern der DLRG in netter Atmosphäre den Saisonstart. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger wurde in diesem Rahmen für zehn Jahre Mitgliedschaft geehrt.