Dinslakener Stadtarchiv ist fertig - von außen

Bauleiter Ludger Erwig (links) und Uwe Nettlenbusch (Geschäftsbereichsleiter) im Archivraum in dem bereits die Schienen für die beweglichen Regale verlegt sind.
Bauleiter Ludger Erwig (links) und Uwe Nettlenbusch (Geschäftsbereichsleiter) im Archivraum in dem bereits die Schienen für die beweglichen Regale verlegt sind.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Pflasterarbeiten werden abgeschlossen, Bauzaun verschwindet. Ende April beginnt der Innenausbau, im Juli soll der Bau übergeben werden und muss dann trocknen

Dinslaken..  Der lang ersehnte und diskutierte Neubau des Dinslakener Stadtarchivs kann bald selbst zu den Akten gelegt werden. Denn zumindest von außen ist das neue Gebäude am Museum Voswinckelshof fertiggestellt, nun geht es auch innen an den Endspurt.

Wenn in den kommenden Wochen die Bauzäune weichen und die Pflasterarbeiten rund um das neue Stadtarchiv abgeschlossen sind, wird man von der Duisburger Straße aus kommend den endgültigen Eindruck des Gebäudes bekommen. Fassade, Dach, Fenster und Metallteile sind komplett. Dass dennoch fleißig weiter gewerkelt wird, soll von außen nur noch daran zu erkennen sein, dass noch einige Wochen lang Firmenfahrzeuge auf dem Bauplatz zwischen Neubau und Museum Voswinckelshof parken werden. Denn von innen ist noch einiges zu tun: „Momentan ist dies noch fast der Rohbauzustand, in den kommenden Wochen beginnen die Firmen mit den groben Ausbauarbeiten“, erklärte Architekt und Bauleiter Ludger Erwig gestern beim NRZ-Rundgang durch das neue Gebäude. Und wirklich sieht man hier, dass noch einiges zu tun ist.

Lüftung statt Klimaanlage

Der Boden ist staubig, die Wände roh, Handwerker steigen über Kabel und Verbindungen, aus Wand und Decke hängen Leitungen für Strom und Licht. Gewerkelt wird derzeit im Dachgeschoss, wo in einem Raum die Lüftungstechnik untergebracht ist. „Wir haben hier keine Klimaanlage, sondern eine Be- und Entlüftung, die in den drei, insgesamt 250 Quadratmeter großen Archivräumen später für eine konstante Raumtemperatur sorgen wird“, erklärt Ludger Erwig.

Das ist Teil der besonderen Bedingen, die für Archivräume notwendig sind. Spezielle, wärmegedämmte Wände sowie Fenster und Türen sollen außerdem dafür sorgen, dass Dinslakens Geschichte in dem neuen Stadtarchiv gut aufgehoben ist. Tageslicht, das Dokumenten schadet, ist in den auf drei Etagen verteilten Archivräumen natürlich Mangelware, einzig im Obergeschoss gibt es eine Glastür als Fluchtweg nach draußen. Auf den Böden der drei Archivräume sind bereits die Schienen für die Rollregale montiert, in denen mehr als 2000 Aktenmeter untergebracht werden sollen. Aber das dauert noch, wahrscheinlich bis zum Jahresende.

Ende April, Anfang Mai, beginnen die Fachfirmen mit den Putz-, Estrich- und Trockenbauarbeiten, die Aufträge dafür wurden von der Stadtverwaltung bereits vergeben. Dann folgt der Innenausbau inklusive der Regalmontage.

Im Juli soll der Bau dann übergeben werden, ist aber vorerst noch nicht archivtauglich, da er noch trocknen muss. „Wir rechnen mit einer passiven Trockenzeit von drei bis sechs Monaten“, sagt Geschäftsbereichsleiter Uwe Nettlenbusch. Konkreter lässt sich das aufgrund der Witterungseinflüsse während des Baus und in der Trockenphase nicht bestimmen. Alle ein bis zwei Wochen wird dann der Luftfeuchtegehalt gemessen. Ist das Gebäude trocken, können die Archivalien dorthin gebracht werden. Zum Jahresende soll das Stadtarchiv dann endgültig komplett eingezogen sein.