Dinslakener sollte ein Jahr auf Telefon-Anschluss warten

Erst im Sommer 2014 soll das Neubaugebiet an der ehemaligen Gänsewiese von der Deutschen Telekom mit einem Telefonanschluss versorgt werden.
Erst im Sommer 2014 soll das Neubaugebiet an der ehemaligen Gänsewiese von der Deutschen Telekom mit einem Telefonanschluss versorgt werden.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Michael S. hatte vor einem halben Jahr bei der Deutschen Telekom einen Telefon- und DSL-Anschluss für sein Haus im Neubaugebiet an der ehemaligen Gänsewiese in Dinslaken beantragt. Die Versorgung soll jetzt im Sommer erfolgen. Doch Herr S. benötigt diese nun eigentlich nicht mehr.

Dinslaken.. Es geht eigentlich nur um einen Telefonanschluss. Gut, DSL, das hätte Michael S. noch gerne dazu gehabt, in seinem neuen Haus, das er im Januar im Neubaugebiet an der ehemaligen Gänsewiese in Dinslaken bezogen hat. Anträge hatten sein Bauträger und auch er selbst bei der Deutschen Telekom bereits im Sommer vergangenen Jahres gestellt. Eine Auftragsbestätigung, die bekam Michael S. noch schriftlich. Danach tat sich nichts mehr. Erst nachdem sich Michael S. durch zig Abteilungen bei der Deutschen Telekom durchfragte, erhielt er die Aussage: „Ob und in welchem Umfang die Deutsche Telekom hier eine Leitungsversorgung vornehme, sei offen.“ Das war Anfang Februar, ein halbes Jahr nach Antragstellung.

Konsequenzen gezogen

Offen ist das nach einer Nachfrage der NRZ bei der Pressestelle des Bonner Unternehmen nun nicht mehr: „Wir möchten uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Die Deutsche Telekom wird das Neubaugebiet Dinslaken mit Telefonanschlüssen versorgen“, antwortet Pressesprecher Andre Hofmann.

Man habe sich erst vor kurzem entschlossen, das Neubaugebiet zu versorgen. Der weitere Ausbau sei aber nun geplant und werde in Kürze beginnen. Allerdings seien dazu noch weitere Tiefbauarbeiten notwendig, „so dass wir davon ausgehen, dass Herr S. seinen gewünschten Anschluss Ende Juni erhalten wird“, so Andre Hofmann. Und weiter: „Wir sind nicht mehr verpflichtet, eine Erstanschlussversorgung vorzunehmen, wenn zum Beispiel auch ein Kabelnetzbetreiber das Gebiet erschließt und zugleich Telefonie und Internet anbieten kann“.

Alternative Funk-DSL

Warum es aber ein halbes Jahr gedauert hat, bis sich das Unternehmen entschieden hat, die Neubauten an der Amalienstraße mit Telefon zu versorgen? Das konnte Andre Hofmann nicht erklären. Und auch nicht, warum Michael S. nicht eher eine verlässliche Antwort bekommen hat. Von einer Hotline zur nächsten hat er telefoniert. „Ich hatte mir zunächst auch gar keine Gedanken großartig gemacht, weil im Keller Telefonkabel liegen“, so Michael S. Dass die aber nirgends hin führten, bemerkte er erst, „als wir eingezogen sind".

Er hat die Konsequenzen gezogen „und alle Beauftragungen storniert. Genau wie unser Nachbar habe ich nun einen Funk-DSL-Anschluss der Dinkomm. Innerhalb von zwei Tagen war alles erledigt, einschließlich einer netten Beratung durch die Mitarbeiter“, sagt Michael S. Und das Telefon? „Läuft über Sipgate komplikationsfrei“, sagt Michael S., der nun auch übers Internet plaudert.