Dinslakener soll große Mengen Rauschgift verkauft haben

Ein Dinslakener muss sich vor Gericht verantworten, weil er Drogen in größeren Mengen verkauft haben soll.
Ein Dinslakener muss sich vor Gericht verantworten, weil er Drogen in größeren Mengen verkauft haben soll.
Foto: WAZ FotoPool
36-jähriger Dinslakener muss sich vor dem Landgericht verantworten. Drei Verhandlungstage

Duisburg/Dinslaken..  Wegen unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln muss sich jetzt ein 36-jähriger Dinslakener vor dem Landgericht Duisburg verantworten. Zwischen Mai 2012 und dem 28. November 2014, als die Polizei den Drogenring hochnahm, zu dem der Angeklagte gehört haben soll, soll der Dinslakener in insgesamt zwölf Fällen Rauschgift in größeren Mengen verkauft haben.

Die Anklageschrift listet insgesamt 8,5 Kilo Marihuana, 2,8 Kilo Amphetamin und 2000 Ecstasy-Tabletten auf. Der Angeklagte soll die in den Niederlanden gekauften Drogen, die durch Kuriere über die Grenze geschmuggelt wurden, im Raum Dinslaken gehandelt haben. Sieben der Anklagepunkte wertet die Staatsanwaltschaft als bandenmäßige Taten. In einem Fall soll eine scharfe Waffe griffbereit gewesen sein, was dem 36-Jährigen auch noch den deutlich höher unter Strafe gestellten Vorwurf des bewaffneten Handeltreibens einbrachte.

Mehrere Komplizen wurden vom Landgericht Duisburg bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt: Der niederländische Lieferant muss für fünf Jahre hinter Gitter, ein 24-jähriger Weiterverkäufer, den der Angeklagte beliefert haben soll, erhielt zwei Jahren und zehn Monate. Ein Mittäter des 36-Jährigen, der nach seiner Festnahme zum Kronzeugen für die Justiz wurde, war zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Der Angeklagte gab vor Gericht ausführliche Erklärungen ab. Er berichtete, selbst seit Jahren in großem Maße Drogen zu konsumieren. Deshalb habe er regelmäßig Rauschgift gekauft und etwa ein Drittel der Mengen auch weiter verkauft. Dummerweise betrafen die Angaben des 36-Jährigen keinen einzigen Punkt der Anklageschrift. Dem Gericht steht nun eine umfangreiche Beweisaufnahme bevor, für die bis zum 6. Juli noch drei weitere Verhandlungstage geplant sind.

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