Dinslakener Dschihadisten starben wohl in Syrien

Was wir bereits wissen
Mitglieder der Dinslakener Terrorzelle sind offenbar in Syrien im IS-Kampf gestorben. Das Innenministerium hat entsprechende Hinweise bestätigt.

Dinslaken/Düsseldorf.. Einige Dschihadisten der Islamistenzelle Dinslaken-Lohberg sind vermutlich bei Gefechten in Syrien gestorben. Wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministerium bestätigte, gibt es Hinweise, dass vier Mitglieder des Dinslakener Ablegers der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) dort ums Leben gekommen sind.

Allerdings seien offizielle Bestätigungen solcher Todesfälle schwierig, da die Nachrichtenlage in Syrien unübersichtlich sei, sagte der Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Es gebe auch Hinweise, dass Islamisten aus anderen deutschen Städten - darunter Wuppertal - bei Kämpfen oder Selbstmordattentaten im Ausland gestorben seien. Am Wochenende hatte "Spiegel Online" über Todesfälle berichtet.

Am vergangenen Samstag hatte ein Spezialeinsatzkommando in Dinslaken einen Syrien-Rückkehrer festgenommen. Der Generalbundesanwalt wirft dem 24-jährigen Deutschen Mitgliedschaft im IS vor. Dinslaken-Lohberg gilt als Hochburg radikaler Islamisten in NRW. Der Polizeiliche Staatsschutz hatte dort im vergangenen Jahr 22 Salafisten identifiziert. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums sind Ermittlungsverfahren gegen mindestens acht von ihnen anhängig. (dpa)