Dinslakener Berufskolleg ist jetzt Fairtrade-Schule

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Was wir bereits wissen
Alle Bedingungen wurden erfüllt: Mittwoch wurde der Schule offiziell der Titel verliehen

Dinslaken..  Fairer Handel(n) - unter diesem Motto stand die Auszeichnung, die dem Berufskolleg gestern von dem Fairtrade-Referenten Carsten Elkmann verliehen wurde. Das Berufskolleg darf sich nun offiziell Fairtrade-Schule nennen.

Doch was ist Fairtrade? Produkte, die mit dem Fairtrade-Siegel versehen sind, wollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von den Bauern und Arbeitern verbessern, indem sie einen fairen Mindestlohn ermöglichen. Darüber hinaus wird eine Fairtrade-Prämie zur Finanzierung von gemeinschaftlichen Projekten ermöglicht.

Frühstück in der Schulgemeinschaft

Vor zwei Jahren begeisterte die Organisation den Englisch-Leistungskurs der gymnasialen Oberstufe des Berufskollegs. So sehr, dass er es sich zum Ziel setzte, das Kolleg zu einer Fairtrade-Schule zu machen. Dafür war es notwendig, von Fairtrade festgelegte Kriterien einzuhalten. Verpflichtend ist die Gründung eines Schulteams, das sich unter anderem um die Organisation von einer jährlichen Schulaktion kümmert. Im Berufskolleg fand zum Beispiel ein faires Frühstück mit der gesamten Schulgemeinschaft statt, das auf die Alltagstauglichkeit der fairen Produkte aufmerksam machen sollte. Der Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten war ebenfalls ein wichtiger Bestandteil, der auch von dem in der Schule vertretenem Bäcker tatkräftig unterstützt wurde. Natürlich ging auch eine Preiserhöhung mit der Nachhaltigkeit einher, so dass bei den Schülern eine Diskussion über das Thema entstand. Letztendlich war ihnen der bewusste Umgang mit den Produkten und ein reines Gewissen wichtiger als die erhöhten Preise. „Uns machen ein paar Cent auch nicht ärmer.“, argumentierte eine Schülerin während der gestrigen Feierstunde.

Die Bedingungen

Generell war die Rückmeldung der Schüler auf das Projekt überwiegend positiv. „Unsere Wahrnehmung hat sich grundlegend verändert.“, berichtete eine Angehörige des Schulteams, das auch in Zukunft Projekte mit dem Schwerpunkt Fairtrade organisieren möchte. Konkret geplant ist zum Beispiel der Verkauf von fair gehandelten Rosen anlässlich des Valentinstags.

Viele kreative Ideen

Carsten Elkmann lobte die vielen kreativen Ideen der Schüler: „Alle Kriterien sind mehr als erfüllt worden.“ Einzig wird seitens der Schule bedauert, dass sich ein Kioskbesitzer noch nicht dazu durchringen konnte, fair gehandelte Produkte in das Sortiment aufzunehmen. Michael Maas, der Landrat Ansgar Müller vertrat, und Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger lobten in ihren Reden das Engagement der Schüler. Das offizielle Siegel und ein Fairtrade-Fußball wurden den ehemaligen Schülern überreicht, die die Aktion im Oktober 2013 ins Leben gerufen hatten und gestern den Erfolg feiern durften.