Dinslakener Bach-Chor singt in St. Albertus Magnus

Dinslaken..  Neben der Aufführung von Oratorien und anderen großen Werken der Kirchenmusik und der weltlichen Musik stellt sich der Dinslakener Bach-Chor immer wieder die Aufgabe, Konzerte mit überwiegend a-capella gesungenen Motetten in verschiedenen Kirchen in Dinslaken und seiner näheren Umgebung zu veranstalten.

Am Sonntag, 31.Mai, um 17 Uhr findet in der St. Albertus-Magnus-Kirche in Hünxe-Bruckhausen wieder ein solches Konzert statt. Unter dem Motto „Freut euch alle – singt mit Schalle – geistliche Musik der Familie Bach“ präsentiert der Dinslakener Bach-Chor unter der Leitung von Kreiskantorin Daniela Grüning Motetten von Johann Sebastian Bach und seiner hochmusikalischen Verwandtschaft. Bereichert wird das Chorprogramm mit Orgelwerken – ebenfalls aus der Familie Bach – die vom Bottroper Kreiskantor Matthias Uphoff gespielt werden. Dabei überstreichen die ausgewählten Werke nahezu zwei Jahrhunderte – das gesamte Barockzeitalter bis hin zur Klassik. Einige der Werke gelten als bekannt, andere werden durch das Konzert gewissermaßen „ausgegraben“.

Musikalität wird weitergegeben

Beim Blättern in Biologie-Büchern findet man oft einen Stammbaum der Familie Bach. Dieser gilt als Paradebeispiel der vermeintlich genetisch dominant vererbbaren Musikalität. Und so liest man im Musiklexikon MGG: „Kaum eine Musikerfamilie hat eine so weit verzweigte, musikalisch hochbedeutsame Nachkommenschaft hervorgebracht wie das in Mitteldeutschland beheimatete Geschlecht der Bache. Fast zwei Jh. hindurch besetzten Angehörige dieser Familie alle wesentlichen Kantoren- und Org[anisten]-Stellen Thüringens oder befanden sich als Mitglieder, zumeist sogar in leitenden Stellungen, in den verschiedenen Stadtpfeifereien Mitteldeutschlands, so daß man [...] noch im Ausgang des 18. Jh. in Erfurt die Stadtmusikanten kurz »die Bache« nannte, obwohl zu diesem Zeitpunkt kein Vertreter des Bach’-schen Geschlechts mehr der Zunft angehörte“.

Johann Sebastian Bach (J.S.B) – der heute bekannteste und wohl genialste Abkömmling der Familie Bach – hat selbst einen Stammbaum erstellt, war sich also der musikalischen Ahnenreihe sehr bewusst. Aber genauso pflegte er auch die musikalische Ausbildung seiner Familie, bekanntestes Beispiel ist das Notenbüchlein für seine zweite Frau, Anna Magdalena Bach.

Schaut man sich die Lebensläufe der Komponisten an, so zeigt sich, dass nahezu alle in musikalischen Familien aufgewachsen sind. Und so nimmt es nicht Wunder, dass die Kinder dieser Stadtpfeifer, Kantoren, Organisten usw. selbst in musikalischen Berufen tätig geworden sind.

Auf dem Programm stehen Notetten von Johann Sebastian Bach, seinem Großonkel Johann, von Johann Ludwig und Johann Christoph Friedrich. Die Musik für Orgel solo stammt von Johann Sebastian und Wilhelm Friedemann Bach. Im begleitenden Heft finden sich neben den Texten der Chorbeiträge weitere Hinweise auf die Bach-Familie.

Der Eintritt zu diesem Chor- und Orgelkonzert ist frei. Am Ende des Konzertes werden Körbchen für eine Ausgangskollekte bereitstehen.