Dinslaken will kindgerechter planen

Dinslaken..  Kinder sind in den vergangenen Jahren immer mehr aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Der Verkehr ist dichter geworden, Platz zum Fahrrad- oder Rollschuhfahren dagegen geschrumpft. Und den Schulweg müssen Mädels und Jungen oft auch nicht mehr selbst bewältigen - Taxi Mami sei dank. Für die motorische Entwicklung des Nachwuchses ist das ein Nachteil. Die Verwaltung will helfen, das zu ändern: Sie beteiligt sich an der Landeskampagne „Mehr (Frei)Raum für Kinder“ und erarbeitet ein Konzept, um öffentliche Räume wieder kindgerechter zu gestalten.

Eine Arbeitsgemeinschaft auf Landesebene hat die Kampagne im September 2014 gestartet. Denn Kinder haben heutzutage weniger Platz, sich draußen zu bewegen - egal, ob auf dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Roller. Die Städte sind meist autofreundlich gestaltet, nicht aber kinderfreundlich.

Maßnahmen entdeckt

Im Rahmen der Kampagne sollen Kommunen die öffentlichen Verkehrsräume wieder mehr auf Kinder ausrichten. Vertreter der Dinslakener Verwaltung haben an einer Fachtagung zum Thema „Kinderwege - Kinderträume“ teilgenommen und dort Möglichkeiten und Maßnahmen entdeckt, die sich auch in Dinslaken umsetzen lassen.

Innerhalb der Verwaltung soll nun die Frage geklärt werden, welcher öffentliche Raum mit welchen Maßnahmen den Kinder wieder eröffnet werden kann. Zu den Ideen gehören zum Beispiel Elternstationen bzw. Elternhaltestellen: Hier können Eltern ihre Kinder absetzen und den Rest der Strecke zur Schule laufen lassen. Dadurch würde das Verkehrsaufkommen vor den Schulen sinken. Außerdem sollen die Schulwegepläne aus dem Jahr 1997 aktualisiert werden, dabei sollen Kinder mitwirken dürfen, um Gefahrenstellen aus ihrer Sicht wahrzunehmen. Konkrete Planungen gibt es aber bisher nicht.

Ein erster Bericht über die Kampagne „Mehr (Frei)Raum für Kinder“ wird dem zuständigen Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr am kommenden Mittwoch, 4. Februar, vorgelegt. Ein Konzept will die Verwaltung der Politik nachreichen.