Dinslaken: Vor verschlossenem Tor

Das Plakat von Kalle Pohl hängt neben dem versperrten Eingang - ein Hinweis auf den Ersatztermin fehlt.
Das Plakat von Kalle Pohl hängt neben dem versperrten Eingang - ein Hinweis auf den Ersatztermin fehlt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Veranstalter des Summer of Love verlegten den geplanten Auftritt von Kalle Pohl kurzfristig auf nächsten Februar. Eine Information am Veranstaltungsort fehlte.

Dinslaken..  Sie hatten sich auf einen vergnüglichen Abend gefreut und standen vor einem verschlossenen Tor. Eigentlich sollte am Dienstagabend Kalle Pohl im Rahmen des „Summer of Love“ in der Zentralwerkstatt auf dem ehemaligen Zechengelände in Lohberg mit seinem Programm „Selfie in Delfi“ gastieren. Doch dieser Termin war mangels verkaufter Karten am Tag zuvor kurzfristig in Absprache mit dem Management des Kölner Kabarettisten auf Februar 2015 im Ledigenheim verschoben worden. Eine Information, die allerdings so gut wie unter Ausschluss der Öffentlichkeit kommuniziert wurde.

Und so fand man gegen halb acht am Abend vor der vergitterten Zufahrt zum Festivalort eine kleine Gruppe von Zuschauern vor, die sich fragten, ob sie überhaupt am richtigen Eingang stehen. Der liegt hinter der Zechenmauer ein wenig versteckt, was allerdings an der Sperrung der Zufahrt zur Zentralwerkstatt wegen der geplanten Abrissarbeiten der Kaue liegt. Problematischer: Es fand sich kein Hinweis auf die Verlegung der Veranstaltung auf das nächste Jahr. „Es sollte jemand da sein“, so Lothar Luft im Gespräch mit der NRZ am nächsten Tag. Man wolle der Sache nachgehen, warum der Beauftragte seinem Job nicht nachgekommen ist. Allerdings flossen die Informationen auch über die anderen Publikationskanäle äußerst spärlich.

Die lokale Presse war vorab nicht informiert worden, der Link auf der Homepage von Kalle Pohl verwies auf Seiten des Summer of Love, auf denen die Veranstaltung noch angekündigt war. Lediglich in der Gesamtprogrammübersicht fand sich der Hinweis auf den Ersatztermin.

Eintritt wird auf Wunsch erstattet

Das nützte den Besuchern, die sich die Karten gekauft hatten und in Lohberg vor dem Tor standen, wenig. Hier äußerte sich der Unmut nicht nur über die fehlende Information vor Ort, sondern mischte sich mit der Frage, was nun mit den bezahlten Karten geschehe. „Ich möchte mein Geld zurück haben“, erklärte Andreas Hein. Er bemängelte zudem vor allem die mangelnde Information vor Ort. „Die haben sich nicht getraut, hier zu stehen“, vermutete Manfred Demann. Seine Frau hat für den Abend eigens einen anderen Termin verstreichen lassen. Für sie ist es nun doppelt ärgerlich. Von dem Ersatztermin möchte am Abend keiner etwas wissen. „Bis Februar werde ich hier nicht stehen, dafür bin ich nicht richtig angezogen“, nahm Sigrid Buteberg das Ganze mit Humor.

Das braucht sie auch nicht. Luft: „Wer es möchte, erhält sein Geld erstattet, und wer uns anspricht, erhält als Trostpflaster eine Freikarte für die Ruhrpott Revue am 7. Juni.“

Weitere Ersatztermine für den Summer of Love

Der Abend mit Kalle Pohl ist nicht der einzige, der verschoben wurde. Die Auftritte des Joe-Cocker-Tributes und des Beatles-Tributes Recartney sind nun beide für den 28. Juni angesetzt.

Noch keine konkreten Daten liegen für „Tres Hombres“ und „Best Comedy in Town“ vor.