Dinslaken: Urlaubsstimmung dank Gentleman

Das Publikum feierte mit dem charismatischen Sänger die Reggae-Musik.
Das Publikum feierte mit dem charismatischen Sänger die Reggae-Musik.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Reggae-Musiker gastierte im Burgtheater und sorgte mit Offbeats für Sommergefühle. Es dauerte nur einige Lieder und schon saß im Rund keiner mehr.

Dinslaken..  Die ersten Klänge, die an Sommer, Sonne und Traumstrände erinnern, kommen im Burgtheater nicht von Gentleman, dessen Name schon groß an der Rückseite der Bühne steht. Stattdessen darf Sänger, Songschreiber und Reggae-Freund Philipp Artmann die Stimmung des Publikums anheizen. Durch ein Votum der Fantastival-Besucher auf Facebook hatte er die Chance dazu erhalten.

Ein Extra-Reim als Dankeschön

Und dafür bedankt er sich mit seiner Band musikalisch: Typische Reggae-Offbeats bringen die Zuschauer im Burgtheater zum Mittanzen und Feiern. Außerdem gibt es einen Extra-Reim als Dankeschön für die Zuschauer: „Wir sagen Danke, dass wir beim Fantastival vor Ort sind. Danke, dass wir Gentleman supporten“, tönt es von der Bühne. Die 2200 Zuschauer im Rund des Burgtheaters applaudieren.

Doch das ist nichts gegen die ausgelassene Stimmung, die das Publikum erfasst, als Gentleman begleitet von seiner Band The Evolution die Bühne entert. Nach zwei kurzen Songs seiner Bandkollegen und einem kleinen, instrumentalen Intro nimmt Gentleman das Publikum direkt mit in Richtung Jamaika. Er tanzt und hüpft zwischen den Musikern seiner Band herum, serviert schnellen Sprechgesang und versprüht gute Laune. Die Zuschauer im Burgtheater, von denen sich viele schon vor seinem Auftritt von ihren Sitzen aus in Richtung Absperrung vor der Bühne aufgemacht haben, werden davon angesteckt und mitgerissen. Es dauert nur einige Lieder und schon sitzt im Rund keiner mehr. Die Menschen stehen, tanzen im Takt der Musik und singen, soweit bekannt, die Texte mit.

Zwischendurch hält Gentleman kurz inne. „Ich habe in letzter Zeit nicht viel Nachrichten gesehen“, gesteht er mit Hinweis auf die Geburt seiner Tochter. Die Terroranschläge in Tunesien, Frankreich und Kuwait sind allerdings auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen. „Ich verstehe das alles nicht mehr“, sagt er und fragt, bezogen auf den Begriff des „Heiligen Krieges“, den die Terroristen gerne als Deckmantel für ihre Taten nutzen: „Wenn Krieg heilig ist, was ist dann unheilig?“ Das Publikum applaudiert.

Und feiert dann weiter mit dem charismatischen Sänger die Reggae-Musik. Der treibt das Publikum mit Stücken wie „To the top“, „Intoxication“ oder „Superior“ zum Mitsingen, Tanzen und schließlich noch zum Hüpfen an. „Passt auf, dass ihr Euch nicht den Kopf an den Bäumen stoßt“, gibt Gentleman indirekt die Sprunghöhe vor – und die Zuschauer hüpfen.

Mit den Fans auf Tuchfühlung

Als sich der Sänger von der Bühne verabschiedet, folgen ihm laute Forderungen nach einer Zugabe. Und die bekommt das Dinslakener Publikum natürlich auch noch. Gentleman geht mit den Fans auf Tuchfühlung, während er singt, und bedankt sich am Ende des Konzertes für die gute Stimmung im Burgtheater.